Berichte und Neuigkeiten2025-04-18T13:10:43+02:00

Berichte und Neuigkeiten

25.Juli, 2020

Mitgliederversammlung 2020 unter dem Einfluss von Corona

Von |2020, Bericht, Generalversammlung, Mainacht|

Die sonst traditionell am 30. April eines jeden Jahres stattfindende Mitgliederversammlung der Junggesellen-Schützen konnte aufgrund der COVID-19-Pandemie erst am 25. Juli stattfinden. Aus Sicherheitsgründen fand sie zudem erstmalig im Saal des Winzervereins statt, sodass die momentan geltenden Abstandsregelungen eingehalten sowie eine kontinuierliche Belüftung sichergestellt werden konnten.

Hauptmann Tim Ley eröffnete die Versammlung um 18:18 Uhr und hieß 26 der 43 derzeit aktiven Junggesellen willkommen. Bei der Gefallenenehrung wurde den gefallen, vermissten und verstorbenen Mitgliedern der Gesellschaft gedacht. Insbesondere erinnerte man an den am 17. Juli verschiedenen Hans-Peter Steinborn, der lange Jahre als Tragfähnrich und König des Jahres 1983 die Geschicke der Gesellschaft mitbestimmt hatte. Mit der anschließend erfolgenden Aufnahme von Henry Bonesteel in den Verein stieg die Anzahl der Gesamtmitglieder auf 66 Personen.

Anschließend übergab Hauptmann Tim Ley die Sitzungsleitung an den 1. Offizier Marco Böhm, der eine Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der Vereinssatzung geleitet hatte. Neben einer Anpassung des Geschäftsjahreszeitraums wurde vor allem über die Einführung der Möglichkeit einer Schaffung von Zweigvereinen und über eine künftige Fördermitgliedschaft diskutiert.
Bisher endete das Geschäftsjahr des Vereins am 30. April, was zur Folge hatte, dass die Kassenprüfung vor dem Ende des Geschäftsjahres stattfinden musste und somit für einen gewissen Zeitraum keine Ausgaben getätigt werden konnten, um eine erneute Kassenprüfung zu vermeiden.
Die Einführung einer Fördermitgliedschaft soll der derzeitigen Mitgliederentwicklung Rechnung tragen und differenziert die zurzeit bestehende Unterscheidung nach Aktiv- und Passivmitgliedern weiter aus. Letztere wurde 2012 eingeführt, um die Beschlussfähigkeit während der Mitgliederversammlung sicherzustellen. Da jedoch die Anzahl der Mitglieder, die sich aus dem aktiven Vereinsleben dauerhaft zurückgezogen haben, ohne jedoch ihre Mitgliedschaft im Verein aufgeben zu wollen, in den letzten Jahren aus demografischen Gründen deutlich angestiegen ist, soll diese Gruppe zukünftig sauber von jenen Mitgliedern unterschieden werden können, die lediglich zeitweise nicht aktiv an Mitgliederversammlungen teilnehmen können und daher als Passivmitglieder geführt werden. Auch wenn die Bezeichnung als „Fördermitglieder“ dies eventuell vermuten ließe, steht diese Form der Mitgliedschaft hingegen nicht für Nicht-Junggesellen offen, da die Gesellschaft mit der Bürgervereinigung Lantershofen bereits ein Förderverein besitzt.
Die Möglichkeit der Schaffung von Zweigvereinen wurde insbesondere aufgrund der Entwicklungen beim vereinseigenen Tambourcorps angestrebt. Das Tambourcorps soll als eigener Verein eingetragen werden, damit die immer größer werdende Zahl an Nicht-Junggesellen in formale Strukturen eingebunden werden kann. Durch die Eigenständigkeit soll das Tambourcorps mehr Freiheiten und einen eigenen Vorstand erhalten, steht dabei allerdings weiterhin unter strenger Aufsicht durch die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft, sodass der ureigene Zweck des Tambourcorps, die musikalische Begleitung der Veranstaltungen der JSG, weiter bestehen bleibt.
Die Änderungen der Satzung wurden mit großer Mehrheit angenommen. Anschließend wurde die Gründung des Tambourcorps als Zweigverein beschlossen, sobald die Eintragung der Satzungsänderungen beim Vereinsregister vollzogen sein wird.

Nach einer Pause zur Senkung des Infektionsrisikos folgten die Berichte von Schriftführer Christian Herz und Kassierer Clemens Queckenberg. Letzterem wurde von den Kassenprüfern Stefan Dünker und Robin Grießel eine ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigt. Die Kassenprüfer beantragten die Entlastung des Vorstands, welche die Mitglieder einstimmig erteilten. Hauptmann Tim Ley bedankte sich darauf bei allen Mitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und verkündete, dass er künftig leider nicht weiter für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung stehen könne. Tim Ley war seit Mai 2019 Hauptmann gewesen und zuvor seit 2017 als Schriftführer und 1. Offizier Mitglied des Vorstandes.

Nach einer weiteren Pause übernahm Majestät Markus Fabritius die Versammlungsleitung und führte die Wahl eines neuen Vorsitzenden durch. Der bisherige 1. Offizier Marco Böhm wurde auf Vorschlag des alten Vorstands ohne Gegenkandidaten zum neuen Hauptmann der Gesellschaft gewählt. Der 28‑jährige arbeitet an der Universität Koblenz, hatte in der Vergangenheit bereits langjährig mehrere Vorstandsämter inne und repräsentierte 2015 die Gesellschaft als Majestät. Böhm bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und übernahm die Leitung der weiteren Wahlen. Zum neuen 1. Offizier wurde der 21 Jahre alte Christian Herz gewählt, der im vergangenen Jahr als Schriftführer tätig war und an der Hochschule in Koblenz studiert. Als 2. Offizier wurde der 22-jährige Rettungssanitäter Andreas Franzen im Amt bestätigt. Zum Tragfähnrich wurde Felix Wistuba und zum Schwenkfähnrich Martin Goldbach gewählt. Die beiden 18-jährigen Vereinsmitglieder hatten im vergangenen Geschäftsjahr diese Posten bereits kommissarisch inne. Wistuba ist Zimmermannslehrling, Goldbach absolviert eine Lehre als Zweiradmechatroniker. Zum Tambourmajor wurde der 24 Jahre alte Student Nils Henscheid gewählt, der dieses Amt ebenfalls zuvor kommissarisch ausgeübt hatte. Henscheid war in der Vergangenheit bereits drei Jahre lang als gewählter Tambourmajor tätig gewesen. Als Kassierer wurde der 24-jährige Clemens Queckenberg im Amt bestätigt. Queckenberg studiert Wirtschaftsmathematik an der RWTH Aachen. Neu im Vorstand konnte der 27-jährige Student Adrian Schmitz begrüßt werden, der künftig das freigewordene Amt des Schriftführers übernimmt.

Neu gewählter Vorstand.

Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.h.n.v & v.l.n.r.): Schriftführer Adrian Schmitz, 2. Offizier Andreas Franzen, 1. Offizier Christian Herz, Tambourmajor Nils Henscheid, Kassierer Clemens Queckenberg, Fähnrich der Schwenkfahne Martin Goldbach, Majestät Markus Fabritius, Hauptmann Marco Böhm, Fähnrich der Tragfahne Felix Wistuba. Foto: Robin Grießel

Bei den Wahlen der Fähnrichsbegleiter konnte für die Begleitung der Tragfahne bislang nur die Neuaufnahme Henry Bonesteel gewonnen werden. Der zweite Posten bleibt vorerst vakant. Für die Schwenkfahne stellten sich die Begleiter-Veteranen Severin Bender und Jonas van den Berghe zur Verfügung. Die Kassenprüfer Stefan Dünker und Robin Grießel werden auch bei der kommenden Kassenprüfung die Arbeit des Kassierers und des Vorstandes gewissenhaft unter die Lupe nehmen.

Unter dem Tagesordnungspunkt Sonstiges standen verschiedene Angelegenheiten zur Abstimmung. Die Gesellschaft beschloss mehrheitlich ein Handyverbot sowie die Darreichung von Mettbrötchen für die kommenden Mitgliederversammlungen.
Des Weiteren wurde die Erweiterung des Getränkeangebots um Kölsch bei Vereinsveranstaltungen angeregt. Der Vorstand wird diesen Wunsch bei seinen anstehenden Planungen berücksichtigen.

Um 21:25 Uhr schloss der Hauptmann die Versammlung, der sich im Normalfall die Mainacht angeschossen hätte. Stattdessen wurden von einigen Mitgliedern noch der Hof des Winzervereins und die Räumlichkeiten der Gaststätte genutzt, um sich noch ein wenig der Geselligkeit zu widmen, ohne dabei die vorgeschriebenen Regelungen der Corona-Schutz-Verordnung zu vernachlässigen.

Nachtrag vom 16. August:
Am nachfolgenden Freitagabend ereilte die Mitglieder die Nachricht, dass einer Ihrer Kameraden positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet wurde. Sich Ihrer Verantwortung für ihre Mitmenschen bewusst, informierten die Junggesellen umgehend Arbeitgeber, Kontaktpersonen und das Gesundheitsamt Ahrweiler, dass die Veranstaltungsteilnehmer vorsorglich unter Quarantäne stellte und noch am gleichen Wochenende auf den Corona-Erreger testen ließ. An dieser Stelle sei zu erwähnen, dass es ohne diese Eigeninitiative und die guten Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Ahrweiler nicht zur Entdeckung von zwei weiteren Corona-Fällen gekommen wäre, da das für den positiv getesteten Junggesellen formal zuständige Gesundheitsamt eines anderen Landkreises nur dessen Kontakte ab dem Montag nach der Mitgliederversammlung der Junggesellen nachverfolgt hat. Das Gesundheitsamt in Ahrweiler wäre somit auf offiziellem Wege überhaupt nicht über ein potenzielles Infektionsrisiko informiert worden. Die beiden weiteren aufgedeckten Corona-Fälle standen allerdings im Rahmen der Mitgliederversammlung der Junggesellen nicht in direktem Kontakt zum ersten aufgetretenen Corona-Fall. Es ist daher davon auszugehen, dass deren Ansteckung nicht während der besagten Versammlung erfolgt ist. Vielmehr ist wahrscheinlich, dass es sich bei diesen Fällen um zufällig aufgedeckte Dunkelziffer handelt. Alle weiteren Corona-Tests der Vereinsmitglieder und ihrer Kontaktpersonen fielen negativ aus.
Die Ereignisse im Nachgang der Mitgliederversammlung der Junggesellen zeigen deutlich, dass es weiterhin von enormer Wichtigkeit ist die geltenden Verordnungen und Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuhalten, um einer Verbreitung des Virus möglichst effektiv entgegenwirken zu können. Sie zeigen ebenso deutlich, dass es mit der konsequenten Beachtung dieser simplen Sicherheitsmaßnahmen möglich ist ein Infektionsrisiko stark zu senken.  Bleiben Sie gesund!

16.Juli, 2020

Einladung zur ordentlichen Generalversammlung 2020

Von |2020, Generalversammlung|

Liebe Junggesellen,
zu der diesjährigen Mitgliedersammlung möchte ich Euch hiermit herzlich einladen. Die Versammlung findet am Samstag, den 25.07.2020 um 18 Uhr, im Saal des Winzervereins Lantershofen in der Winzerstraße 16 statt und die Tagesordnung gliedert sich wie folgt:

Tagesordnung:

  1. Gefallenenehrung
  2. Neuaufnahmen
  3. Feststellen der Beschlussfähigkeit
  4. Satzungsänderung (nähere Angaben siehe Dokument)
  5. Gründung eines Zweigvereins Tambourcorps
  6. Bericht des Schriftführers Christian Herz
  7. Bericht des Kassierers Clemens Queckenberg
  8. Bericht der Kassenprüfer Robin Grießel & Stefan Dünker
  9. Entlastung des Vorstands
  10. Neuwahl des Vorstands
  11. Neuwahl der Fähnrichsbegleiter
  12. Neuwahl der Kassenprüfer
  13. Verschiedenes

Anträge auf Änderung der Tagesordnung sind spätestens drei Tage vor der Versammlung schriftlich bei Hauptmann Tim Ley einzureichen.

Erscheint bitte möglichst pünktlich, damit die Versammlung einen zügigen Verlauf nehmen kann. In der Hoffnung auf eine gesellige und gut besuchte Versammlung verbleibe ich mit Junggesellengruß.

Tim Ley
-Hauptmann-

Die vollständige und offizielle Einladung erhaltet ihr unter: https://www.jsg-lantershofen.de/wp-content/uploads/2020/07/2020.07.14_Mitgliederversammlung_Einladung.pdf

13.Juni, 2020

Maubichkuchen-Lieferservice als Ersatz für das ausgefallene Maubichfest

Von |2020, Maubichfest|

– Maubichfest muss leider ausfallen – 

Liebe Freunde des Maubichkuchens, wie so viele Veranstaltungen wird leider auch das traditionelle Maubichfest nicht stattfinden können. Damit trotzdem niemand ein weiteres Jahr bis zum nächsten Stück Maubichkuchen warten muss, bieten wir ausnahmsweise einen Lieferservice an!

Hierzu bitten wir um Bestellung per Mail an info@jsg-lantershofen.de oder telefonisch bei Hauptmann Tim Ley (0176 / 644 889 85) oder dem 1. Offizier Marco Böhm (0177 / 716 77 81). Persönliche Daten werden ausschließlich zur Durchführung des Lieferservice erhoben und nach dem Ende der Aktion wieder gelöscht.

Wir bemühen uns darum, dass wir darüber hinaus einen mobilen Verkaufswagen oder sogar einen Vor-Ort-Verzehr zu ermöglichen. Dies werden wir kurzfristig unter Berücksichtigung der geltenden Regelungen entscheiden. Haltet euch also hier oder auf unserer Webseite auf dem Laufenden.

Wir hoffen auf zahlreiche Bestellungen und freuen uns so zumindest ein bisschen Tradition am Leben halten zu können.

Maubichkuchen-Lieferdienst
18.Apr., 2020

Generalversammlung muss auf unbestimmten Termin verschoben werden – Vorstand bleibt vorerst im Amt

Von |2020, Generalversammlung, Mainacht, Vereinsleben|

Wie in fast allen Bereichen, des öffentlichen Lebens steht auch bei uns Junggesellen alles still. Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen welche auf der Ministerkonferenz vom 15.04.20, bis zum 03.05. verlängert wurden, ist es uns nicht möglich unsere Generalversammlung abzuhalten. Diese verschieben wir auf unbestimmte Zeit, bis uns neuere Informationen vorliegen.

Wir möchten auch darüber informieren, dass wir aufgrund § 5 des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19 Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom 27. März 2020 trotz Ablauf unserer Amtszeit im Amt bleiben. Somit bleiben wir auch über den 30.04 hinaus handlungsfähig und der Verein ist nicht vorstandslos.

Auch Fragen bezüglich unserer Veranstaltungen, unabhängig ob intern oder extern, können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht beantworten. Wir versichern, dass wir sobald nähere Informationen vorliegen, diese bewerten und kommunizieren werden.

Bis dahin wünschen wir allen Mitgliedern, deren Familien und der gesamten (Dorf-)Gemeinschaft, dass Sie gesund bleiben und wir uns alle hoffentlich bald wieder auf einer unserer zahlreichen Veranstaltungen oder in der Dorfgemeinschaft begrüßen können.

18.Jan., 2020

Lantershofener Junggesellen-Schützen zu Besuch beim Ahrweiler Patronatsfest

Von |2020, Ahrweiler|

Bereits im Januar des noch Recht frischen Jahres 2020 machte sich der Vorstand der Junggesellen-Schützen auf den Weg nach Ahrweiler zum Patronatsfest der Ahrweiler Bürgerschützen. Der Abend begann ganz traditionell mit einem Wortgottesdienst in der Laurentiuskirche. Von dort aus ging es in das benachbarte Bürgerzentrum um dort ein schönes, geselliges Patronatsfest zu feiern. Dort lauschten wir unter anderem unserem Regens Dr. Volker Malburg und seinem Festvortrag über seine Tätigkeit als Bezirkspräses.

Auch den kurzweiligen Reden von Hauptmann Jürgen Knieps, Majestät Peter Diewald oder Junggesellen Hauptmann Lukas Knieps lauschten wir gebannt und der offizielle Teil des Abends verging wie im Flug.

Nach dessen Ende, verweilten Jung und Alt in geselliger Runde und verbrachten bei guten Gesprächen und einem guten Tropfen Schützenwein noch einen schönen Abend.

16.Nov., 2019

Subregens Philip Peters verabschiedet

Von |2019, Allgemein|

Eine rappelvolle, bis auf den allerletzten Platz besetzte St. Lambertus Kirche, die Junggesellen in nahezu voller Mannstärke in Uniform angetreten und eine Atmosphäre, die eine Mischung aus Freude und Wehmut regelrecht greifbar machte. Was sonst eher an Weihnachten oder sehr hohen Feiertagen der Fall ist, erlebte Lantershofen jetzt auch an einem ganz normalen Sonntag – der dann irgendwie doch alles andere als „normal“ war. Vier Jahre lang amtierte der in Düsseldorf geborene und in Duisburg-Homberg aufgewachsene Dr. Philip Peters als Subregens am Studienhaus St. Lambert und hinterließ dabei nicht nur im überdiözesanen Prieserseminar, sondern auch in Lantershofen und den umliegenden Orten tiefe Spuren.

Denn neben seinem Lehrauftrag am Studienhaus, war Philip Peters nicht nur Seelsorger, sondern vor allem auch Mensch. Immer nahbar, ansprechbar, lebensfroh und mit ganz viel Herz. Das Motto „die Kirche muss zu den Menschen kommen“, wurde und wird von Philip Peters gelebt. Ob als Musiker beim Tambourcorps der Junggesellen, als geniales Karnevals-Bütten-Duo mit Regens Dr. Volker Malburg oder bei den Traditionsveranstaltungen des Ortes – Philip Peters war immer mittendrin statt nur dabei.

Philip Peters inmitten des Tambourcorps und der Vereinsvertreter. Foto: Dirk Unschuld

Dessen ungeachtet hatte der Subregens auch immer ein offenes Ohr bei Problemen oder seelsorgerischen Fragen. Und wenn irgendwo in der Region ein Priester ausfiel, zelebrierte  Philip Peters den Gottesdienst, ganz gleich ob beispielsweise in Lantershofen, Ringen oder Dernau. „Nur“ vier Jahre war der im Oktober 2010 zum Priester geweihte Peters in Lantershofen, doch für die Menschen fühlte es sich so an, als sei er „schon immer da“. „Du bist einfach ein echter Lantershofener geworden“, brachte es der der Vorsitzende der Bürgervereinigung, Erich Althammer, in seiner Laudatio auf den Punkt.

Für Philip Peters war es ein emotionales Abschieds-Wochenende, das mit einem gemeinsamen Abend mit den Junggesellen und Brötchesmädchen in der „kleinen Kneipe“ des Studienhauses begann. Sonntags dann der gemeinsam mit Dr. Volker Malburg gefeierte Gottesdienst, bevor es in den Räumlichkeiten der „Burg“ noch einen offiziellen Abschiedsempfang gab, der ebenfalls von zahlreichen Gästen besucht wurde. Philip Peters wechselt nach Kleve-Materborn und Reichswald, wo er Pfarrer der Pfarrei „Zur Heiligen Familie“ wird. Daran, dass er „seinen“ Lantershofenern trotzdem eng verbunden bleibt, ließ der überaus beliebte Geistliche keinen Zweifel.

08.Nov., 2019

Gelungenes Martinsfeuer in Lantershofen

Von |2019, St. Martin|

Auch in diesem Jahr haben die Junggesellen an mehreren Terminen im Jahr Holzschanzen für das Martinsfeuer gebunden und gesammelt. Dies geschah teilweise auch mit der Unterstützung interessierter Jungen aus dem Dorf, die vielleicht eines Tages selbst Junggesellen werden.

Eine Woche vor den Martinsfeierlichkeiten wurden dann die Pöhl, die Holzpfeiler, die das Feuer zusammenhalten sollten, aus dem Wald geholt. Freundlicherweise stellte uns hierfür ein ehemaliges Mitglied unserer Gesellschaft Bäume zu Verfügung, die jedoch noch aus dem Wald abtransportiert werden mussten Hierbei sollten jedoch ungeahnte Schwierigkeiten auftreten, da der Traktor, mit dem die Pöhl transportiert werden sollten, Startschwierigkeiten aufwies. So dauerte es erstmal eine Weile, bis dieses Problem behoben war und die Baumstämme endlich abtransportiert werden konnten. Anschließend befestigte die freiwillige Feuerwehr die Baumstämme an der Feuerstelle im Boden.

Um den Traktor ans Laufen zu bringen, schieben die Junggesellen den Traktor an, während Majestät Markus Fabritius versucht, den Motor zu starten. Foto: JSG

Um den Traktor ans Laufen zu bringen, schieben die Junggesellen den Traktor an, während Majestät Markus Fabritius versucht, den Motor zu starten. Foto: JSG

Die Bäume werden auf die passende Größe zugeschnitten und dann abtransportiert. Foto: JSG

Die Bäume werden auf die passende Größe zugeschnitten und dann abtransportiert. Foto: JSG

Am 8. November trafen sich die Junggesellen bereits früh am Morgen, um mit den Aufbauarbeiten des Martinsfeuers zu beginnen. Dank ausreichender Motivation und genügend Teilnehmer ist das Feuer binnen kürzester Zeit aufgebaut worden, sodass der Martinszug rechtzeitig beginnen konnte.

Mithilfe eines Gerüsts werden die Holzschanzen nach oben transportiert und dann ins Feuerholz eingearbeitet. Foto: JSG

Mithilfe eines Gerüsts werden die Holzschanzen nach oben transportiert und dann ins Feuerholz eingearbeitet. Foto: JSG

Das Feuer brennt und erleuchtet den Nachthimmel. Foto: JSG

Das Feuer brennt und erleuchtet den Nachthimmel. Foto: JSG

Die Teilnehmer dieses Zuges konnten, unter den Klängen der Musikfreunde Lantershofen als des Junggesellentambourcorps, ein sehr schönes Feuer betrachten. Infolgedessen ging der Festzug zum Winzerverein in Lantershofen, um dort in einer Tombola die Martinsfeierlichkeiten zu beenden.

22.Sep., 2019

Tambourcorps erlebt einen riesigen Andrang

Von |2019, Tambourcorps|

Wie die Schützenfest- und Kirmestage ist inzwischen auch der Schnuppertag für unser Tambourcorps Tradition. In den letzten Jahren hat man über diesen aber leider nur vereinzelt neue Mitglieder gewinnen können. In diesem Jahr hat man deswegen das Konzept ein wenig geändert und auch schon Kinder ab 6 Jahren eingeladen. Dies erfolgte, im Gegensatz zu den letzten Jahren, nicht indem die Mitglieder die Haushalte abklapperten, sondern per Mund zu Mund Propaganda und die sozialen Netzwerke. Diese Entscheidung stelle sich als goldrichtig heraus. Die Mitglieder des Tambourcorps wussten gar nicht wem sie zuerst die Instrumente des Tambourcorps näherbringen sollten. Mit zwischenzeitlich etwa 15-20 Kindern in Begleitung ihrer Eltern war der Proberaum der Mehrzweckhalle bis zum Anschlag gefüllt und so mancher Elternteil hätte sich wohl gewünscht Ohropax eingepackt zu haben. Besonders beliebt waren dabei die Instrumente des Schlagwerks, also die Marschtrommel, Pauke und Becken. Dennoch ließen sich auch einige Jungen für die Lyra oder auch die Flöte begeistern.

Beliebtes Instrument bei den Kleinen war die Marschtrommel. Foto: Thomas Schaaf

Beliebtes Instrument bei den Kleinen war die Marschtrommel. Foto: Thomas Schaaf

Auch Uniformen konnten Probe getragen werden. Foto: Thomas Schaaf

Auch Uniformen konnten Probe getragen werden. Foto: Thomas Schaaf

Die "alten Hasen" sorgten für hilfreiche Tips. Foto: Thomas Schaaf

Die „alten Hasen“ sorgten für hilfreiche Tips. Foto: Thomas Schaaf

Unterm Strich konnte man für den direkten Einstieg in den Unterricht 2 Jungen gewinnen und kann sich in den nächsten Jahren auf einen großen Zuwachs an jungen Lantershofenern einstellen. Aber auch die Jungen, die für den eigentlichen Unterricht noch zu Jung sind, soll die Möglichkeit bestehen in regelmäßigen Abständen noch einmal die Instrumente in die Hand zu bekommen und vielleicht schon die ersten Grundlagen zu erlernen.

Nach einem Ständchen des Tambourcorps wurde der Tag noch bei Grillwürstchen und geselligem Beisammensein gemeinsam beendet.

16.Sep., 2019

Unruhige Zeiten in den Traditionsgesellschaften

Von |2019, Kirmes|

– Lantershofen feiert seine Lambertuskirmes nach personellen Fluktuationen –

Schützenfest und Lambertus-Kirmes im September, das ist für viele Lantershofener die schönste Zeit des Jahres. Ganz besonders für die Mitglieder der ausrichtenden Junggesellen-Schützen-Gesellschaft St. Lambertus und für deren Förderer, die Bürgervereinigung. Jetzt war es wieder soweit, am Montagmorgen fand mit dem Festkommers im Winzerverein eine der wenigen nichtöffentlichen Veranstaltungen des Festes, aber auch einer der Höhepunkte statt. Es war ein gediegener Morgen unter neuer Leitung: der Junggesellen-Vorsitzende und Hauptmann Tim Ley ist erst seit Mai im Amt. Er übernahm einen schwierigen Part, bei der Mitgliederversammlung in der Mainacht wurde fast der komplette Vorstand erneuert. Dazu sinkt die Zahl der Mitglieder, insbesondere fürs vereinseigene Tambourcorps mussten Ex-Mitglieder aus der Bürgervereinigung rekrutiert werden.

Majestät und Jubilar schreiten gemeinsam die Front ab, während der Hauptmann diese präsentiert. Foto: Thomas Schaaf

Majestät und Jubilar schreiten gemeinsam die Front ab, während der Hauptmann diese präsentiert. Foto: Thomas Schaaf

In stillem Gedenken und einer Kranzniederlegung wurde den verstorbenen Mitgliedern der Gesellschaft gedacht. Foto: Thomas Schaaf

In stillem Gedenken wurde den verstorbenen Mitgliedern der Gesellschaft gedacht. Foto: Thomas Schaaf

Schwierige Zeiten zeigen aber auch den tatsächlichen Wert einer Vereinigung. Im Dörfchen Lantershofen, das eine enge Freundschaft zu den Ahrweiler Schützen pflegt, klappt das. Da spielt dann ein Priester vom Studienhaus St. Lambert die Becken, ein Ex-Tambour trommelt die alte Garde zusammen, ein Neu-Junggeselle schnappt sich die Schwenkfahne und auch der Tambourmajor früherer Zeiten wurde reaktiviert. Vorweggenommen: all das funktionierte hervorragend.
Hauptmann Tim Ley war dennoch der Albtraum des „was wäre wenn“ begegnet, wie er berichtete. Was wäre, wenn die Kirmes nur ein Treffen an der Theke wäre, ohne die seit 1927 gelebten Traditionen? Das darf nie passierten. Ley fand sowohl mahnende, wie passende Worte. Regens Volker Malburg vom Studienhaus St. Lambert blickte da lieber nach vorne, er sprach die aktuell laufenden Feiern zu „1000 Lantesche Jahre“ an und sieht im Ort die Vielfalt in einem großen Ganzen. Der Kreisbeigeordnete MdL Horst Gies fühlt sich zu Lantershofen derart verbunden, dass er seinen Mitgliedsantrag zur Bürgervereinigung mitbrachte und Grafschaft-Bürgermeister Achim Juchem war sich sicher, dass die ARD-Filmserie Heimat aus den 1980er Jahre doch nur von Lantershofen handeln kann.

Häufig konnten Bewohner und Gäste den Festzug durch das Dorf marschieren sehen. Foto: Thomas Schaaf

Häufig konnten Bewohner und Gäste den Festzug durch das Dorf marschieren sehen. Foto: Thomas Schaaf

Zum Winzerverein folgen diesem dann auch die vielen Zuschauer. Foto: Thomas Schaaf

Zum Winzerverein folgen diesem dann auch die vielen Zuschauer. Foto: Thomas Schaaf

Zurück zu den unruhigen Zeiten in den Traditionsgesellschaften: der Bürgervereinigung-Vorsitzende Erich Althammer brachte die großen personellen Änderungen bei den Junggesellen auf die Tagesordnung, dankte alle denen, die sich seit Mai für die Kirmes stark machen. Auch Althammer erhielt Dank, die noch in einer Genossenschaft organisierten Lantershofener Winzer nutzten den Morgen, um ihn zu ihrem Ehrenpräsidenten zu ernennen. Und Lukas Knieps, Hauptmann der befreundeten Ahrweiler Junggesellen-Schützen, bot noch engere Zusammenarbeit und Personalaustausch an.

Natürlich wurden auch die Jubiläumsvorstände, stellvertreten durch ihren König, auf dem Festkommers geehrt. Foto: Thomas Schaaf

Natürlich wurden auch die Jubiläumsvorstände, stellvertreten durch ihren König, auf dem Festkommers geehrt. Foto: Thomas Schaaf

Die Begeisterung für den neuen kommissarischen Fähnrich der Schwenkfahne Martin Goldbach ist allen Anwesenden anzusehen. Foto: Thomas Schaaf

Die Begeisterung für den neuen Fähnrich der Schwenkfahne Martin Goldbach ist allen Anwesenden anzusehen. Foto: Thomas Schaaf

Grußworte und Gratulationen waren zudem von Ortsvorsteher Leo Mattuscheck und den Vertretern der weiteren Ahrweiler Schützengesellschaften zu hören, musikalisch brachten das Junggesellen-eigene Tambourcorps und die Fanfarenbläser ihre Gratulationen an Schützenkönig Markus Fabritius und dessen Onkel und Silberjubilar Stefan Fabritius zum Ausdruck. Sein Onkel Bruno Winand wäre Goldjubilar gewesen, erlebte das Jubiläum aber nicht. Dafür verriet Sohn Gregor, dass Bruno Winand anlässlich seines 25-jährigen Königsjubiläums seine eigene Königsplakette neu fertigen ließ. Das Original gab er den Junggesellen jetzt zurück. Schwenkfähnrich Martin Goldbach erhielt ebenso Ovationen, wie das Colonia Blasorchester, das musikalisch buchstäblich „auf jeden Pott einen Deckel“ hatte.

Majestät Markus Fabritius fühlt sich sichtlich wohl in Mitten "seiner" Brötchesmädchen. Foto: Thomas Schaaf

Majestät Markus Fabritius fühlt sich sichtlich wohl in Mitten „seiner“ Brötchesmädchen. Foto: Thomas Schaaf

Gespanntes Lauschen beim Platzkonzert nach dem Hochamt am Kirmesmontag. Foto: Thomas Schaaf

Gespanntes Lauschen beim Platzkonzert nach dem Hochamt am Kirmesmontag. Foto: Thomas Schaaf

Der Festkommers war nicht öffentlich, aber an den Nachmittagen verfolgten im Ort viele Zuschauer die Stechschritt-Paraden der Lantershofener Junggesellen-Schützen. Das Kirmeswochenende begann offiziell am Sonntagmorgen mit dem Hochamt, bei dem die Lantershofener Chöre die Lambertus-Messe sangen. Am Mittag zogen Junggesellen mitsamt Spielmannszug und Blasorchester auf, um die Majestäten zur feierlichen Festandacht in die Lambertus-Kirche zu geleiten. Vor der Kirche präsentierte sich die Gesellschaft dann dem Publikum. Die Fanfarenbläser traten auf, Fähnrich Goldbach schwenkte die Fahne zu Ehren der Majestäten. Schließlich paradierte die komplette Gesellschaft vor Hunderten von Schaulustigen drei Mal im Stechschritt an den Königen vorbei. Dem anschließenden großen Festzug folgte am Abend im voll besetzten Saal des Winzervereins der Kirmesball mit der Band „De Fruende.“

Das Tambourcorps war früh am Montagmorgen auf den Beinen, um die Bevölkerung zu wecken. Dem Festgottesdienst folgte der Festkommers, ehe die Gesellschaft am Nachmittag erneut zu Fändelschwenken und Parade antrat. Am Abend fand schließlich der Königsball im Saal statt. Mit einem Trinkzug als Dank der Bevölkerung an die Junggesellen und einer Tanzveranstaltung endete am Dienstag die Lantershofener Lambertus-Kirmes.

10.Sep., 2019

„Birre“ -pflücken und -schneiden

Von |2019, Maubichfest|

Wie auch in den letzten Jahren traf man sich dieses Jahr, auf anraten von Bäckermeister Eberhard Valder, am 10. September, um die Grundlage für den Maubichkuchen zu schaffen. Los ging es um 11 Uhr und die Mitglieder machten sich mit langen Dachlatten und Planen auf den Weg den Birnbaum um seine Früchte zu erleichtern. Das Ganze sieht recht witzig aus, da vier der Junggesellen die Plane spannen, um zu vermeiden, dass die Früchte auf den Boden fallen und dadurch unbrauchbar werden, während die übrigen mit den Dachlatten versuchen die Äste so zu schütteln, dass die Früchte herunter fallen. Die ein oder andere Birne trifft dabei leider auch die umstehenden Helfer. Nachdem also die Birnen geerntet sind, machen sich alle auf zur Lambertushütte, um die Birnen gemeinsam mit den Brötchesmädchen zu „schälen“. Dabei werden die Birnen nicht wirklich geschält, sondern vom Kerngehäuse befreit und in Acht kleine Stücke zerteilt. Dieses Jahr ging die Veranstaltung den gesamten Tag und klang gemütlich an der Hütte aus. Die Birnen werden im Anschluss zur Bäckerei Valder gebracht, wo sie ein knappes Jahr trocknen, um kurz vor Maubichfest mit weiteren geheimen Zutaten zu Maubichkuchen verarbeitet zu werden.

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