30. Apr, 2022

Junggesellen-Schützen tagen an angestammter Wirkungsstätte

Von |2022-05-12T09:24:08+02:0030. April 2022|2022, Generalversammlung, Mainacht|

Der Keller im altehrwürdigen Winzerverein von Lantershofen wurde nach zwei Jahren Unterbrechung endlich wieder Zeuge einer Mitgliederversammlung der Junggesellen. Der Abend des 30. Aprils ist das traditionelle Datum, an dem neue Mitglieder aufgenommen sowie der Vorstand gewählt wird.

36 der 41 aktiven Junggesellen waren der Einladung gefolgt und gedachten nach der Begrüßung durch den Hauptmann der verstorbenen Mitglieder der Gesellschaft. Hierzu zählte in diesem Jahr insbesondere der König von 1981, Leo Krämer, der im Dezember 2021 unerwartet verstorben war.

Anschließend stellten sich vier junge Männer dem Aufnahmeritual, welches alle mit Bravour absolvierten, sodass sie in die Gesellschaft aufgenommen werden konnten. Die anwesenden Mitglieder freuten sich über den Beitritt von Kevin Ehlermann, Justin Löhndorf, Joshua Spillner und Niklas Pietrusiak.

Schriftführer Adrian Schmitz ging in seinem Bericht auf das vergangene Vereinsjahr ein und sorgte mit seinen anschaulichen Schilderungen für einige heitere Momente bei den Anwesenden. Trotz widriger Bedingungen hatte man es geschafft viele Veranstaltungen auf die Beine zu stellen und das Vereinsleben am Laufen zu halten.

Blick in die Runde der Teilnehmenden an der Generalversammlung.
Hauptmann Marco Böhm (stehend) und seine Majestät Felix Wistuba (rechts daneben) haben sichtlich Spaß auf der Generalversammlung.

Durch die Gründung des Tambourcorps als Zweigvereins stand erstmals ein Bericht des Tambourmajors auf der Tagesordnung. Nils Henscheid berichtete über die aktuelle Situation und konnte über eine erfreuliche Anzahl an Spielleuten berichten, die sich derzeit in Ausbildung befinden. Darüber hinaus schilderte er Pläne zur Beschaffung neuer Uniformen sowie Instrumente und warb für die Unterstützung des neuen Vereins durch das Erwerben einer Fördermitgliedschaft.

Kassierer Clemens Queckenberg stellte anschließend die Kassensituation des Vereins dar. Da Gewinn bekanntlich besser ist als Verlust, freuten sich die Mitglieder über einen Geschäftsgewinn von knapp 300 €. Dieser konnte trotz der vollständigen Spende der Einnahmen des Maubichfestes an die AHRche sowie der Weiterleitung der über die Kirmestage gesammelten Spenden an Aloisiusjugend und Junggesellen-Schützen aus Ahrweiler erzielt werden.

Die Kassenprüfer Robin Grießel und Stefan Dünker bescheinigten dem Kassierer eine rechnerisch korrekte Kassenführung und beantragten nachfolgend die Entlastung des Vorstands, welche durch die Versammlung erteilt wurde.

Bei den Vorstandswahlen hatten Schwenkfähnrich Martin Goldbach und Schriftführer Adrian Schmitz vorab angekündigt nicht erneut zur Verfügung zu stehen. Seine Majestät Felix Wistuba leitete zunächst die Wahl des Hauptmanns. Der Amtsinhaber Marco Böhm stellte sich ein letztes Mal für eine Amtszeit zur Verfügung und wurde ohne Gegenkandidaten in seinem Amt bestätigt. Die beiden Offiziere Christian Herz und Jan Sommer kandidierten ebenfalls erneut erfolgreich für ihre Ämter. Seit dem Königsschuss von Felix Wistuba im September hatte Severin Bender das Amt des Fähnrichs der Tragfahne kommissarisch inne und wurde nun von der Gesellschaft als vollwertiges Mitglied in den Vorstand gewählt. Der Tambourmajor Nils Henscheid wurde bereits im Vorfeld vom Tambourcorps gewählt und nun von der Versammlung in diesem Amt bestätigt. Kassierer Clemens Queckenberg war ebenfalls bereit sein Amt erneut auszuführen und wurde für ein weiteres Jahr mit der Kassenführung betraut. Als Nachfolger des scheidenden Schriftführers erklärte sich Jan van Weenen zur Kandidatur bereit. Der 21jährige strebt eine Ausbildung als Mechatroniker an und wohnt in der Fuchshöhle. Nach seiner Wahl wurde die Versammlung unterbrochen, da sich bis dato kein Kandidat für das Amt des Fähnrichs der Schwenkfahne gefunden hatte. Nach der Unterbrechung war weiterhin kein potentieller Kandidat von einer Kandidatur überzeugt, sodass auf Vorschlag des ehemaligen Hauptmanns Johannes Schütz der bisherige Amtsinhaber erneut kandidierte und die potentiellen Nachfolger in den nächsten Monaten an das Amt heranführen soll.

Vor Majestät Felix Wistuba und Hauptmann Marco Böhm haben sich die vier Neuaufnahmen (v.l.n.r.) Joschua Spillner, Kevin Ehlermann, Justin Löhndorf und Niklas Pietrusiak aufgereiht.
Der neu gewählte Vorstand (von hinten nach vorne und von links nach rechts): Kassierer Clemens Queckenberg, Fähnrich der Schwenkfahne Martin Goldbach, Schriftführer Jan van Weenen, Tambourmajor Nils Henscheid,2. Offizier Jan Sommer, 1. Offizier Christian Herz, Majestät Felix Wistuba und Hauptmann Marco Böhm.

Nachdem alle Vorstandsposten besetzt werden konnten, schritt man zur Wahl der Fähnrichsbegleiter. Diese begleiten und schützen nicht nur die Fahnen bei offiziellen Auftritten, sie unterstützen den Vorstand auch bei der Durchführung von Schützenfest und Kirmes. Da die bisherigen Amtsinhaber nicht mehr zur Verfügung standen oder nicht anwesend waren, stellten sich nach ein wenig Überzeugungsarbeit die vier frisch aufgenommen Mitglieder zur Wahl und übernahmen vom ersten Tag an Verantwortung für die Gesellschaft.

Als Kassenprüfer standen Stefan Dünker, Robin Grießel, Adrian Schmitz und Johannes Schütz zur Wahl. Bei der geheimen Abstimmung setzten sich Johannes Schütz und Stefan Dünker gegen ihre Mitbewerber durch.

Unter Top Sonstiges gab es die Gelegenheit diverse Themen zu diskutieren, bevor Informationen über den weiteren Verlauf der Nacht sowie bezahlte Maibäume verkündet wurden. Die Versammlung wurde um 23:44 Uhr mit dem Singen des Lambertusliedes beschlossen und die Mitglieder in die Mainacht entlassen.

07. Aug, 2021

Junggesellen-Schützen tagen nach zweimaliger Verschiebung

Von |2022-02-23T22:11:04+01:0007. August 2021|2021, Bericht, Generalversammlung, Mainacht|

Erst kam dem traditionellen Termin am Abend des 30. Aprils erneut die Corona-Pandemie in die Quere, beim eigentlich für den 24. Juli angepeilten Ausweichtermin waren die Junggesellen dann überwiegend in Häusern und Kellern an der Ahr unterwegs, um den Menschen vor Ort mit helfender Hand zur Seite zu stehen. Somit wurde die Mitgliederversammlung erst am 07. August abgehalten, wenngleich auch an diesem Tag viele Junggesellen tagsüber noch mit schwerem Gerät im Einsatz waren. Als Veranstaltungsort diente der Platz vor der St. Lambertus-Hütte.

Hauptmann Marco Böhm eröffnete um 19:20 Uhr die Versammlung und hieß 27 der 32 derzeit aktiven Junggesellen willkommen. Bei der Gefallenenehrung wurde neben den gefallenen, vermissten und verstorbenen Mitgliedern der Gesellschaft nicht nur der im vergangenen Jahr verstorbenen Majestäten von 1951, Josef Franken, 1956, Heinz Dünker und 1985, Werner Assenmacher, gedacht, sondern insbesondere auch den mindestens 141 Todesopfern der Flutkatastrophe im Ahrtal.

Mit der anschließend erfolgenden Aufnahme von Ben Dedek in den Verein stieg die Anzahl der Gesamtmitglieder auf 62 Personen. Dem folgten die Berichte des Schriftführers Adrian Schmitz sowie des Kassierers Clemens Queckenberg, dem anschließend von den Kassenprüfern Stefan Dünker und Robin Grießel eine ordnungsgemäße Kassenprüfung bescheinigt wurde, sodass die Gesellschaft den Vorstand entlasten konnte.

Der bisherige Vorstand [hier Link zum Bericht vor einem Jahr einfügen] wurde weitestgehend im Amt bestätigt. Für den bisherigen 2. Offizier Andreas Franzen rückt der 31-jährige Marinesoldat Jan Sommer in den Vorstand.

Der auf der Mitgliederversammlung 2021 neu gewählte Vorstand. V.l.n.r.: 1. Offizier Christian Herz, Fähnrich der Tragfahne Felix Wistuba, Kassierer Clemens Queckenberg, Majestät Markus Fabritius, Schriftführer Adrian Schmitz, Hauptmann Marco Böhm, Fähnrich der Schwenkfahne Martin Goldbach, 2. Offizier Jan Sommer. Es fehlt Tambourmajor Nils Henscheid. Foto: Robin Grießel
Der auf der Mitgliederversammlung 2021 neu gewählte Vorstand. V.l.n.r.: 1. Offizier Christian Herz, Fähnrich der Tragfahne Felix Wistuba, Kassierer Clemens Queckenberg, Majestät Markus Fabritius, Schriftführer Adrian Schmitz, Hauptmann Marco Böhm, Fähnrich der Schwenkfahne Martin Goldbach, 2. Offizier Jan Sommer. Es fehlt Tambourmajor Nils Henscheid. Foto: Robin Grießel

Als Begleiter der Tragfahne wurden Henry Bonesteel und Ben Dedek gewählt, die Schwenkfahne begleiten Severin Bender und Jonas van den Berghe. Die Kassenprüfer Stefan Dünker und Robin Grießel werden auch die kommende Kassenprüfung übernehmen.

Die Fahnengruppe ist seit der Mitgliederversammlung 2021 wieder komplett. Sie setzt sich zusammen aus (v.l.n.r.) Begleiter der Schwenkfahne Jonas van den Berghe, Fähnrich der Schwenkfahne Martin Goldbach, 1. Offizier Christian Herz, Fähnrich der Tragfahne Felix Wistuba, Begleiter der Tragfahne Ben Dedek und Henry Bonesteel. Es fehlt Begleiter der Schwenkfahne Severin Bender. Foto: Robin Grießel
Die Fahnengruppe ist seit der Mitgliederversammlung 2021 wieder komplett. Sie setzt sich zusammen aus (v.l.n.r.) Begleiter der Schwenkfahne Jonas van den Berghe, Fähnrich der Schwenkfahne Martin Goldbach, 1. Offizier Christian Herz, Fähnrich der Tragfahne Felix Wistuba, Begleiter der Tragfahne Ben Dedek und Henry Bonesteel. Es fehlt Begleiter der Schwenkfahne Severin Bender. Foto: Robin Grießel

Unter dem Top Verschiedenes wurde über anstehende Termine sowie aktuelle Planungen berichtet. So sollen unter anderem umfassende Investitionen für das Tambourcorps getätigt werden, zu denen neben Instrumenten und Noten auch neue Uniformen gehören sollen. Die Beteiligung am vereinsübergreifenden Dorffest, am 20. Und 21. August, erfolgt insbesondere durch das zur Verfügung stellen und Aufbauen der vereinseigenen Zelte. Einige Mitglieder würden sich darüber hinaus am Königsabend über Alternativen zum Wein freuen.

Um 22:08 Uhr schloss der Hauptmann die Versammlung, der sich im Normalfall die Mainacht angeschossen hätte. Stattdessen wurden von einigen Mitgliedern noch der Hof des Winzervereins und die Räumlichkeiten der Gaststätte genutzt, um sich noch ein wenig der Geselligkeit zu widmen.

Spaß nach dem offiziellem Bild ist dann beim Vorstand angesagt. Foto: Robin Grießel
Spaß nach dem offiziellem Bild ist dann beim Vorstand angesagt. Foto: Robin Grießel
Bei der Fahnengruppe stand Spaß schon immer oben auf der Tagesordnung. Foto: Robin Grießel
Bei der Fahnengruppe stand Spaß schon immer oben auf der Tagesordnung. Foto: Robin Grießel
25. Jul, 2020

Mitgliederversammlung 2020 unter dem Einfluss von Corona

Von |2022-02-23T22:11:04+01:0025. Juli 2020|2020, Bericht, Generalversammlung, Mainacht|

Die sonst traditionell am 30. April eines jeden Jahres stattfindende Mitgliederversammlung der Junggesellen-Schützen konnte aufgrund der COVID-19-Pandemie erst am 25. Juli stattfinden. Aus Sicherheitsgründen fand sie zudem erstmalig im Saal des Winzervereins statt, sodass die momentan geltenden Abstandsregelungen eingehalten sowie eine kontinuierliche Belüftung sichergestellt werden konnten.

Hauptmann Tim Ley eröffnete die Versammlung um 18:18 Uhr und hieß 26 der 43 derzeit aktiven Junggesellen willkommen. Bei der Gefallenenehrung wurde den gefallen, vermissten und verstorbenen Mitgliedern der Gesellschaft gedacht. Insbesondere erinnerte man an den am 17. Juli verschiedenen Hans-Peter Steinborn, der lange Jahre als Tragfähnrich und König des Jahres 1983 die Geschicke der Gesellschaft mitbestimmt hatte. Mit der anschließend erfolgenden Aufnahme von Henry Bonesteel in den Verein stieg die Anzahl der Gesamtmitglieder auf 66 Personen.

Anschließend übergab Hauptmann Tim Ley die Sitzungsleitung an den 1. Offizier Marco Böhm, der eine Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der Vereinssatzung geleitet hatte. Neben einer Anpassung des Geschäftsjahreszeitraums wurde vor allem über die Einführung der Möglichkeit einer Schaffung von Zweigvereinen und über eine künftige Fördermitgliedschaft diskutiert.
Bisher endete das Geschäftsjahr des Vereins am 30. April, was zur Folge hatte, dass die Kassenprüfung vor dem Ende des Geschäftsjahres stattfinden musste und somit für einen gewissen Zeitraum keine Ausgaben getätigt werden konnten, um eine erneute Kassenprüfung zu vermeiden.
Die Einführung einer Fördermitgliedschaft soll der derzeitigen Mitgliederentwicklung Rechnung tragen und differenziert die zurzeit bestehende Unterscheidung nach Aktiv- und Passivmitgliedern weiter aus. Letztere wurde 2012 eingeführt, um die Beschlussfähigkeit während der Mitgliederversammlung sicherzustellen. Da jedoch die Anzahl der Mitglieder, die sich aus dem aktiven Vereinsleben dauerhaft zurückgezogen haben, ohne jedoch ihre Mitgliedschaft im Verein aufgeben zu wollen, in den letzten Jahren aus demografischen Gründen deutlich angestiegen ist, soll diese Gruppe zukünftig sauber von jenen Mitgliedern unterschieden werden können, die lediglich zeitweise nicht aktiv an Mitgliederversammlungen teilnehmen können und daher als Passivmitglieder geführt werden. Auch wenn die Bezeichnung als „Fördermitglieder“ dies eventuell vermuten ließe, steht diese Form der Mitgliedschaft hingegen nicht für Nicht-Junggesellen offen, da die Gesellschaft mit der Bürgervereinigung Lantershofen bereits ein Förderverein besitzt.
Die Möglichkeit der Schaffung von Zweigvereinen wurde insbesondere aufgrund der Entwicklungen beim vereinseigenen Tambourcorps angestrebt. Das Tambourcorps soll als eigener Verein eingetragen werden, damit die immer größer werdende Zahl an Nicht-Junggesellen in formale Strukturen eingebunden werden kann. Durch die Eigenständigkeit soll das Tambourcorps mehr Freiheiten und einen eigenen Vorstand erhalten, steht dabei allerdings weiterhin unter strenger Aufsicht durch die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft, sodass der ureigene Zweck des Tambourcorps, die musikalische Begleitung der Veranstaltungen der JSG, weiter bestehen bleibt.
Die Änderungen der Satzung wurden mit großer Mehrheit angenommen. Anschließend wurde die Gründung des Tambourcorps als Zweigverein beschlossen, sobald die Eintragung der Satzungsänderungen beim Vereinsregister vollzogen sein wird.

Nach einer Pause zur Senkung des Infektionsrisikos folgten die Berichte von Schriftführer Christian Herz und Kassierer Clemens Queckenberg. Letzterem wurde von den Kassenprüfern Stefan Dünker und Robin Grießel eine ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigt. Die Kassenprüfer beantragten die Entlastung des Vorstands, welche die Mitglieder einstimmig erteilten. Hauptmann Tim Ley bedankte sich darauf bei allen Mitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und verkündete, dass er künftig leider nicht weiter für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung stehen könne. Tim Ley war seit Mai 2019 Hauptmann gewesen und zuvor seit 2017 als Schriftführer und 1. Offizier Mitglied des Vorstandes.

Nach einer weiteren Pause übernahm Majestät Markus Fabritius die Versammlungsleitung und führte die Wahl eines neuen Vorsitzenden durch. Der bisherige 1. Offizier Marco Böhm wurde auf Vorschlag des alten Vorstands ohne Gegenkandidaten zum neuen Hauptmann der Gesellschaft gewählt. Der 28‑jährige arbeitet an der Universität Koblenz, hatte in der Vergangenheit bereits langjährig mehrere Vorstandsämter inne und repräsentierte 2015 die Gesellschaft als Majestät. Böhm bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und übernahm die Leitung der weiteren Wahlen. Zum neuen 1. Offizier wurde der 21 Jahre alte Christian Herz gewählt, der im vergangenen Jahr als Schriftführer tätig war und an der Hochschule in Koblenz studiert. Als 2. Offizier wurde der 22-jährige Rettungssanitäter Andreas Franzen im Amt bestätigt. Zum Tragfähnrich wurde Felix Wistuba und zum Schwenkfähnrich Martin Goldbach gewählt. Die beiden 18-jährigen Vereinsmitglieder hatten im vergangenen Geschäftsjahr diese Posten bereits kommissarisch inne. Wistuba ist Zimmermannslehrling, Goldbach absolviert eine Lehre als Zweiradmechatroniker. Zum Tambourmajor wurde der 24 Jahre alte Student Nils Henscheid gewählt, der dieses Amt ebenfalls zuvor kommissarisch ausgeübt hatte. Henscheid war in der Vergangenheit bereits drei Jahre lang als gewählter Tambourmajor tätig gewesen. Als Kassierer wurde der 24-jährige Clemens Queckenberg im Amt bestätigt. Queckenberg studiert Wirtschaftsmathematik an der RWTH Aachen. Neu im Vorstand konnte der 27-jährige Student Adrian Schmitz begrüßt werden, der künftig das freigewordene Amt des Schriftführers übernimmt.

Neu gewählter Vorstand.

Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.h.n.v & v.l.n.r.): Schriftführer Adrian Schmitz, 2. Offizier Andreas Franzen, 1. Offizier Christian Herz, Tambourmajor Nils Henscheid, Kassierer Clemens Queckenberg, Fähnrich der Schwenkfahne Martin Goldbach, Majestät Markus Fabritius, Hauptmann Marco Böhm, Fähnrich der Tragfahne Felix Wistuba. Foto: Robin Grießel

Bei den Wahlen der Fähnrichsbegleiter konnte für die Begleitung der Tragfahne bislang nur die Neuaufnahme Henry Bonesteel gewonnen werden. Der zweite Posten bleibt vorerst vakant. Für die Schwenkfahne stellten sich die Begleiter-Veteranen Severin Bender und Jonas van den Berghe zur Verfügung. Die Kassenprüfer Stefan Dünker und Robin Grießel werden auch bei der kommenden Kassenprüfung die Arbeit des Kassierers und des Vorstandes gewissenhaft unter die Lupe nehmen.

Unter dem Tagesordnungspunkt Sonstiges standen verschiedene Angelegenheiten zur Abstimmung. Die Gesellschaft beschloss mehrheitlich ein Handyverbot sowie die Darreichung von Mettbrötchen für die kommenden Mitgliederversammlungen.
Des Weiteren wurde die Erweiterung des Getränkeangebots um Kölsch bei Vereinsveranstaltungen angeregt. Der Vorstand wird diesen Wunsch bei seinen anstehenden Planungen berücksichtigen.

Um 21:25 Uhr schloss der Hauptmann die Versammlung, der sich im Normalfall die Mainacht angeschossen hätte. Stattdessen wurden von einigen Mitgliedern noch der Hof des Winzervereins und die Räumlichkeiten der Gaststätte genutzt, um sich noch ein wenig der Geselligkeit zu widmen, ohne dabei die vorgeschriebenen Regelungen der Corona-Schutz-Verordnung zu vernachlässigen.

Nachtrag vom 16. August:
Am nachfolgenden Freitagabend ereilte die Mitglieder die Nachricht, dass einer Ihrer Kameraden positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet wurde. Sich Ihrer Verantwortung für ihre Mitmenschen bewusst, informierten die Junggesellen umgehend Arbeitgeber, Kontaktpersonen und das Gesundheitsamt Ahrweiler, dass die Veranstaltungsteilnehmer vorsorglich unter Quarantäne stellte und noch am gleichen Wochenende auf den Corona-Erreger testen ließ. An dieser Stelle sei zu erwähnen, dass es ohne diese Eigeninitiative und die guten Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Ahrweiler nicht zur Entdeckung von zwei weiteren Corona-Fällen gekommen wäre, da das für den positiv getesteten Junggesellen formal zuständige Gesundheitsamt eines anderen Landkreises nur dessen Kontakte ab dem Montag nach der Mitgliederversammlung der Junggesellen nachverfolgt hat. Das Gesundheitsamt in Ahrweiler wäre somit auf offiziellem Wege überhaupt nicht über ein potenzielles Infektionsrisiko informiert worden. Die beiden weiteren aufgedeckten Corona-Fälle standen allerdings im Rahmen der Mitgliederversammlung der Junggesellen nicht in direktem Kontakt zum ersten aufgetretenen Corona-Fall. Es ist daher davon auszugehen, dass deren Ansteckung nicht während der besagten Versammlung erfolgt ist. Vielmehr ist wahrscheinlich, dass es sich bei diesen Fällen um zufällig aufgedeckte Dunkelziffer handelt. Alle weiteren Corona-Tests der Vereinsmitglieder und ihrer Kontaktpersonen fielen negativ aus.
Die Ereignisse im Nachgang der Mitgliederversammlung der Junggesellen zeigen deutlich, dass es weiterhin von enormer Wichtigkeit ist die geltenden Verordnungen und Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuhalten, um einer Verbreitung des Virus möglichst effektiv entgegenwirken zu können. Sie zeigen ebenso deutlich, dass es mit der konsequenten Beachtung dieser simplen Sicherheitsmaßnahmen möglich ist ein Infektionsrisiko stark zu senken.  Bleiben Sie gesund!

18. Apr, 2020

Generalversammlung muss auf unbestimmten Termin verschoben werden – Vorstand bleibt vorerst im Amt

Von |2022-02-23T22:09:50+01:0018. April 2020|2020, Generalversammlung, Mainacht, Vereinsleben|

Wie in fast allen Bereichen, des öffentlichen Lebens steht auch bei uns Junggesellen alles still. Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen welche auf der Ministerkonferenz vom 15.04.20, bis zum 03.05. verlängert wurden, ist es uns nicht möglich unsere Generalversammlung abzuhalten. Diese verschieben wir auf unbestimmte Zeit, bis uns neuere Informationen vorliegen.

Wir möchten auch darüber informieren, dass wir aufgrund § 5 des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19 Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom 27. März 2020 trotz Ablauf unserer Amtszeit im Amt bleiben. Somit bleiben wir auch über den 30.04 hinaus handlungsfähig und der Verein ist nicht vorstandslos.

Auch Fragen bezüglich unserer Veranstaltungen, unabhängig ob intern oder extern, können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht beantworten. Wir versichern, dass wir sobald nähere Informationen vorliegen, diese bewerten und kommunizieren werden.

Bis dahin wünschen wir allen Mitgliedern, deren Familien und der gesamten (Dorf-)Gemeinschaft, dass Sie gesund bleiben und wir uns alle hoffentlich bald wieder auf einer unserer zahlreichen Veranstaltungen oder in der Dorfgemeinschaft begrüßen können.

30. Apr, 2019

Lantershofener Junggesellen-Schützen wählen neuen Vorstand

Von |2022-02-23T22:09:50+01:0030. April 2019|2019, Generalversammlung, Mainacht, Vereinsleben|

Seit jeher halten die Junggesellen-Schützen aus Lantershofen ihre jährliche Generalversammlung am letzten Tag des Monats April ab. Diese Zusammenkunft wird stets mit Spannung erwartet, da an diesem Abend alle acht Wahlämter des Vorstandes zur Abstimmung stehen. Bevor die Junggesellen sich am 30.04.2019 jedoch in den Keller des Winzervereins begaben, in welchem die Sitzung dieses Jahr stattfand, trafen sie sich mit der Dorfgemeinschaft an der Kirche zum Maianspielen. Zahlreiche Schaulustige konnten sich an den musikalischen Darbietungen vom Männer- und Frauenchor des MGV „Cäcilia“, dem Tambourcorps Lantershofen und dem Panik Orchester erfreuen. Auch Schwenkfähnrich Markus Fabritius gab unter schwierigen Wetterbedingungen sein Können zum Besten. Im Anschluss zog man in Richtung Winzerverein. Hier angekommen strömte der Großteil der Mitgekommenen in den Gastraum des Winzervereins, in dem die Bürgervereinigung den Tanz in den Mai veranstaltete. Die Junggesellen stiegen hingegen die Treppe in das Kellergewölbe hinab und nahmen ihre Plätze für die Versammlung ein.

Hauptmann Johannes Schütz eröffnete die Versammlung um 20:31 Uhr und hieß die 43 erschienenen Mitglieder herzlich Willkommen. Nach der Gefallenenehrung, in der die Schützen ihrer gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden gedachten, folgte die Aufnahme neuer Mitglieder. Martin Goldbach und Felix Wistuba traten der Gesellschaft bei und erhöhten damit die Anzahl der Vereinsmitglieder auf stattliche 70 Mann. Nach dem Feststellen der Beschlussfähigkeit, die Satzung der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft schreibt vor, dass mindestens die Hälfte der aktiven Vereinsmitglieder zugegen sein muss, beschlossen die Anwesenden, den jährlichen Mitgliedsbeitrag von bisher 20 Euro auf 25 Euro zu erhöhen. Dieser wurde zuletzt 2014 moderat erhöht und stammte vorher noch aus DM-Zeiten.

Es folgten die Jahresberichte von Schriftführer Leon Schneider und Kassierer Christian Herz. Letzterem bescheinigte Kassenprüfer Robin Grießel eine ordnungsgemäße Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstandes, die daraufhin einstimmig erteilt wurde. Dann trat Hauptmann Johannes Schütz ein letztes Mal ans Rednerpult und bedankte sich bei seinen Kameraden für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Schütz hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass er für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehe. Er war seit September 2016 Vorsitzender der Junggesellen-Schützen und bekleidete bereits zuvor mehrere Vorstandsposten.

Gespannt folgen die Mitglieder dem Geschehen. Foto: Johannes Schütz

Gespannt folgen die Mitglieder dem Geschehen. Foto: Johannes Schütz

Mit fast 50 anwesenden Mitgliedern war die Versammlung gut besucht. Foto: Johannes Schütz

Mit fast 50 anwesenden Mitgliedern war die Versammlung gut besucht. Foto: Johannes Schütz

Nach einer kurzen Pause übernahm im folgenden Matthias Schopp die Versammlungsleitung und eröffnete die Vorstandswahlen. Zuerst stand das freigewordene Amt des Hauptmanns zur Abstimmung. Dafür schlug der Vorstand den bisherigen 1. Offizier Tim Ley vor. Dieser wurde daraufhin ohne Gegenkandidaten einstimmig gewählt und bekam von König Schopp die Amtskette umgehangen. Der neue Vorsitzende ist 20 Jahre alt und studiert derzeit katholische Religion und Chemie auf Lehramt.  Er ist seit 2016 Mitglied der Gesellschaft, war jedoch bereits seit Jahren aktives Mitglied des Tambourcorps. In den vergangen zwei Jahren war er als Schriftführer und stellvertretender Vorsitzender Teil des Vorstands. Ley bedankte sich für das Vertrauen und fuhr mit der Wahl des 1. Offiziers fort. Hierfür bewarben sich gleich zwei ehemalige Vorstandsmitglieder. Zum einen Marco Böhm, der bereits Kassierer, Tragfähnrich und Schriftführer war und 2015 die Königswürde erlangte. Der Gegenkandidat Justin Waldecker hatte im Geschäftsjahr 2017/18 bereits den Posten des 1. Offiziers inne und war vorher als 2. Offizier und Tragfähnrich im Vorstand aktiv. Die Wahl konnte Marco Böhm für sich entscheiden und damit zum siebten Mal am Vorstandstisch Platz nehmen. Der neue 1. Offizier ist 27 Jahre alt und studiert derzeit im Master Mathe und Informatik auf Lehramt. Bei der Wahl zum 2. Offizier kandidierte Amtsinhaber Andreas Franzen für ein weiteres Vorstandsjahr. Hierbei gab es keinen Gegenkandidaten und so kam es zur Wahl per Handzeichen, bei der dieser einstimmig wiedergewählt wurde. Der 21-Jährige ist zur Zeit als Rettungssanitäter tätig und strebt ein Karriere als Feuerwehrmann an. Bei der Wahl zum Tragfähnrich trat Amtsinhaber Julian Schmitz nicht erneut an, sodass die Anwesenden die Wahl zwischen Leon Schneider, welcher zuvor Schriftführer gewesen war, und Justin Waldecker hatten. Das Votum der Mehrheit fiel auf Waldecker, der sich sichtlich über die Rückkehr in das Leitungsgremium freute. Waldecker ist 24 Jahre alt und arbeitet als KFZ-Meister im elterlichen Autohaus.  Weiter ging es mit der Wahl des Schwenkfähnrich, zu der sich nur Amtsinhaber Markus Fabritius aufstellen ließ. Die Anwesenden bescheinigten ihm gute Arbeit und votierten einstimmig für ein weiteres Engagement von Fabritius. Der angehende Malermeister ist 23 Jahre alt und beginnt damit bereits seine fünfte Amtszeit. Die darauffolgende Abstimmung zum Posten des Tambourmajors brachte wieder Spannung mit sich, denn Nils Henscheid beendete nach drei Jahren seine Vorstandsarbeit. An seiner Stelle warb das langjährige Tambourcorpsmitglied Simon Goldbach um Stimmen. Diese erhielt der 19-jährige Schüler auch und wurde einstimmig zum neuen Major berufen. Die Wahl zum Schriftführer konnte Christian Herz für sich entscheiden. Er wurde ohne Gegenkandidaten per Akklamation einstimmig gewählt. Der 20-Jährige Herz war im vorangegangenem Jahr Kassierer und hat vor kurzem sein Abitur abgelegt. Die Vorstandswahlen endeten traditionell mit dem Posten des Kassierers. Als Hüter der Finanzen bewarb sich Clemens Queckenberg. Er war bereits in der vorletzten Amtsperiode als Kassierer tätig. Die Arbeit des 23-Jährigen war allen noch in Erinnerung geblieben, denn er wurde per Handzeichen einstimmig erwählt. Nach einem Auslandssemester in den USA beginnt Queckenberg in diesem Jahr sein Masterstudium im Bereich Wirtschaftsmathematik.

Allen aus dem Vorstand ausgeschiedenen Vereinsmitgliedern wurde für ihre bisherige Arbeit durch Hauptmann Tim Ley herzlich gedankt. Ley bedankte sich ebenfalls bei den neu gewählten Mitgliedern für ihre Bereitschaft und blickte zuversichtlich auf die vor ihm liegende Amtszeit.

Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.l.n.r.): Schwenkfähnrich Markus Fabritius, Tambourmajor Simon Goldbach, Kassierer Clemens Queckenberg, Hauptmann Tim Ley, 2. Offizier Andreas Franzen, Tragfähnrich Justin Waldecker, Majestät Matthias Schopp, Schriftführer Christian Herz und 1. Offizier Marco Böhm. Foto: Johannes Schütz

Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.l.n.r.): Schwenkfähnrich Markus Fabritius, Tambourmajor Simon Goldbach, Kassierer Clemens Queckenberg, Hauptmann Tim Ley, 2. Offizier Andreas Franzen, Tragfähnrich Justin Waldecker, Majestät Matthias Schopp, Schriftführer Christian Herz und 1. Offizier Marco Böhm. Foto: Johannes Schütz

Neben den Vorstandsposten wählte die Gesellschaft auch die Ämter der Fahnenbegleiter und der Kassenprüfer neu. Zu Begleitern der Tragfahne wurden Severin Bender und Jonas van den Berghe gewählt. Beiden hatten dieses Amt bereits einmal übernommen. Die Begleitung der Schwenkfahne übernehmen im kommenden Geschäftsjahr der neue Schriftführer Christian Herz und Neumitglied Felix Wistuba. Als Kassenprüfer bestimmten die Vereinsmitglieder den ehemaligen 1. Offizier und Fähnrich der Tragfahne Stefan Dünker sowie den ehemaligen Hauptmann und König Robin Grießel. Beide hatten sich in geheimer Abstimmung gegen den ehemaligen Tambourmajor Nils Henscheid, Daniel Feist und Jan van Weenen durchgesetzt.

Zum Schluss folgte noch der Tagesordnungspunkt „Sonstiges“. Hier informierte Tim Ley die Mitglieder unter anderem über die Planungen der anstehenden 1000-Jahrfeier, an der man sich gemeinsam mit den Brötchesmädchen beteilige. Im Anschluss daran wurden noch einige Vereinsinterna diskutiert. Die Mitglieder tauschten sich angeregt über die inhaltliche Ausrichtung und die Werte der Junggesellen-Schützen aus. Nachdem alle Punkte besprochen waren, stimmte man gemeinsam in die Vereinshymne „Kommt alle froh zu ehren“ ein. Nach einer ereignisreichen und diskussionsgeprägten Generalversammlung entließ der neue Hauptmann die Mitglieder um 1:13 Uhr in die Mainacht.

30. Apr, 2018

Lantershofener JSG mit Änderungen im Ablauf der Maifeierlichkeiten

Von |2022-02-23T22:09:50+01:0030. April 2018|2018, Generalversammlung, Mainacht, Vereinsleben|

– Dorfmaibaum soll in Zukunft nach Möglichkeit wieder mit Micken gestellt werden –

Am vergangenen Montag, den 30. April 2018, fand die Jahreshauptversammlung der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen statt. Diese wurde die letzten drei Jahre in der Lambertushütte abgehalten, sollte dieses Jahr wieder im Keller des Winzervereins stattfinden, konnte aber auf Grund des Ausfalls der Maifeierlichkeiten des Dorfes in die Räumlichkeiten der Gaststätte verlegt werden.
Eine weitere Änderung gab es bereits am Samstag zuvor, als der Dorfmaibaum nicht wie die Jahre zuvor mit Muskelkraft, sondern mit der Hilfe eines Krans aufgestellt wurde. Nach dem tragischen Unfall in Nierendorf hatte sich der Vorstand in einer geheimen Wahl zu diesem Schritt entschlossen. Bevor der Kranfahrer den Baum stellen konnte, musste jedoch noch einiges an Arbeit getan werden. Bereits am Donnerstag wurde der etwa 20 Meter lange Fichtenstamm aus dem Waldgrundstück von Otto Krämer abgeholt und an den Dorfrand transportiert. Otto Krämer stiftete uns somit neben der Spitze in diesem Jahr auch den Stamm, da die Gemeinde Grafschaft den Ortsteilen in diesem Jahr keine Stämme zur Verfügung stellte. Am Samstag wurde der Stamm dann zur Lambertuskirche gefahren, die Spitze geschlagen, am Stamm montiert und von den Brötchesmädchen geschmückt. Außerdem wurde mit einem Trauerflor, einer Gedenkschleife am Baum und nach dem Stellen in einer Schweigeminute dem Verunglückten aus Nierendorf gedacht. Im Anschluss bedankte sich die Bürgervereinigung Lantershofen bei den Junggesellen für deren tatkräftigen Einsatz mit Bier und Fleischwurstbrötchen.

Auch das am 30. April stattfindende Maianspielen und -ansingen wurde in Folge des tragischen Unfalls ausfallen gelassen und so zog das Tambourcorps mit Musik zur Majestät Benedikt Fabritius um diese abzuholen und – nach einem kurzen Umtrunk – zur Generalversammlung zu geleiten. Diese wurde um 20:21 Uhr durch Junggesellen-Hauptmann Johannes Schütz eröffnet, welcher die zahlreich erschienenen Gesellschaftsmitglieder begrüßte. Man gedachte zunächst gemeinsam in einer Schweigeminute aller im Laufe der Geschichte verstorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden. Darauf folgte die Aufnahme neuer Mitglieder in die Gesellschaft. In diesem Jahr konnte Jan van Weenen als neuer Junggeselle für den Verein gewonnen werden. Im Anschluss wurde die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt, da mit der Anwesenheit von 41 der 54 aktiven Vereinsmitglieder das von der Satzung geforderte Quorum von 50 % ohne Probleme erreicht war. Bevor Schriftführer Tim Ley und Kassierer Clemens Queckenberg das zurückliegende Vereinsjahr in Form eines Geschäfts- und eines Kassenberichtes nochmals zusammenfassten wurde ein offener Meinungsaustausch über die Art und Weise des Maibaumstellens geführt. Im Anschluss an diese wurde dann von der Gesellschaft über das Zukünftige Verfahren eine Abstimmung geführt, welche zum Ergebnis hatte, dass in Zukunft der Dorfmaibaum weiterhin per Hand gestellt werden soll, aber der Baum in Größe und Dicke eine maximale Obergrenze nicht überschreiten soll. Dies ist jedoch nur ein Meinungsbild, da die jährliche Entscheidung durch den amtierenden Vorstand und den Hauptmann den Umständen entsprechend gefällt wird. Für die Kassenprüfer Matthias Schopp und Stefan Dünker sprach letzterer und bescheinigte dem Vorstand eine korrekte Buchführung. Er bestätigte den satzungskonformen und sorgsamen Umgang mit den Mitteln der Gesellschaft und stellte fest, dass die finanzielle Lage des Vereins nach wie vor grundsolide ist. Der von den Kassenprüfern empfohlenen Entlastung des Vorstands entsprach die Mitgliederversammlung einstimmig.

Auf dem Waldgrundstück von Otto Krämer wurde der Stamm mit Hilfe von Reinhold Harst geholt. Foto: Robin Grießel

Auf dem Waldgrundstück von Otto Krämer wurde der Stamm mit Hilfe von Reinhold Harst geholt. Foto: Robin Grießel

Der Kran der Firma Floßdorf übernahm den sonst schweißtreibenden Part des Stellens. Foto: Johannes Schütz

Der Kran der Firma Floßdorf übernahm den sonst schweißtreibenden Part des Stellens. Foto: Johannes Schütz

Der Entlastung folgte die Neuwahl. Bei den Lantershofener Junggesellen stehen jedes Jahr alle Ämter zur Wahl. Eingeleitet wurden die Wahlen durch die von Schützenkönig Benedikt Fabritius geleitete Neuwahl des Hauptmanns. Die Gesellschaft bestätigte per Akklamation einstimmig den bisherigen Posteninhaber, Johannes Schütz, in seinem Amt als Vorsitzender der Gesellschaft. Dieser übernahm damit auch die weitere Leitung der Versammlung. Als nächstes stand der Posten des 1. Offiziers und stellvertretenden Vorsitzenden zur Wahl. Der bisherige Amtsinhaber, Justin Waldecker, verzichtete auf eine erneute Kandidatur und schied somit aus dem Vorstand aus. Waldecker war seit der ordentlichen Generalversammlung im April 2017 stellvertretender Vorsitzender gewesen, zuvor hatte er von August 2015 bis zur Mainacht 2016 das Amt des Tragfähnrichs und von 2016 bis 2017 das Amt des 2. Offiziers innegehabt. Um seine Nachfolge bewarb sich der bisherige Schriftführer der Gesellschaft, Tim Ley, und wurde ohne Gegenkandidaten einstimmig per Akklamation von den Mitgliedern gewählt. Zur ersten geheimen Wahl des Abends kam es bei der Postenbesetzung des 2. Offiziers. Darauf bewarben sich Amtsinhaber Christian Herz, Tambourcorpsmitglied Andreas Franzen und Tambourcorpsmitglied Leon Schneider. Franzen konnte die Wahl deutlich mit 28 Stimmen für sich entscheiden. Der neue 2. Offizier ist 20 Jahre alt und wohnt in der Barbarastraße. Er ist seit der ordentlichen Generalversammlung 2015 Mitglied der Gesellschaft und nahm an der vergangenen Kirmes als Trommler im Tambourcorps teil. Er beginnt im August seine Ausbildung zum Rettungssanitäter. Auch bei der Neubesetzung des Amtes des Tragfähnrichs musste geheim gewählt werden. Amtsinhaber Maurice Ley trat nach einem Jahr als Kassierer und einem Jahr als Fähnrich der Tragfahne nicht erneut für den Vorstand an. Um seine Nachfolge konkurrierten der bisherige 1. Offizier, Justin Waldecker, der bisherige Begleiter der Schwenkfahne Julian Schmitz und Tambourcorpsmitglied Leon Schneider. Schmitz konnte die Wahl mit 25 Stimmen für sich entscheiden. Der neue Tragfähnrich ist 20 Jahre alt, wohnt in der Barbarastraße und seit der Mainacht 2015 Mitglied der Gesellschaft. Er übte das Amt des Schwenkfahnenbegleiters aus und absolviert zurzeit eine Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik. Bei der Wahl zum Fähnrich der Schwenkfahne stellte sich nur Amtsinhaber Markus Fabritius zur Wahl, welcher per Akklamation einstimmig im Amt bestätigt wurde. Ebenso verlief es beim Amt des Tambourmajors, in welchem der bisherige Posteninhaber, Nils Henscheid, in offener Abstimmung ohne Gegenkandidaten einstimmig bestätigt wurde. Der bisherige Schriftführeramtes Tim Ley kandidierte durch seine Wahl zum 1. Offizier nicht erneut. Zu seinem Nachfolger wählte die Mitgliederversammlung per Akklamation ohne Gegenkandidaten Leon Schneider. Der neue Schriftführer ist 20 Jahre alt und seit 2015 Mitglied der Gesellschaft, jedoch bereits seit Jahren aktives Mitglied des Tambourcorps. Schneider wohnt in der Karweilerstraße und absolviert zurzeit eine Ausbildung zum Altenpfleger. Zum Abschluss der Vorstandswahlen erfolgte die Neubesetzung des Kassierers. Amtsinhaber Clemens Queckenberg kandidierte auf Grund eines Auslandsaufenthaltes nicht erneut als Kassierer und schied somit nach nur einjähriger Vorstandszeit aus diesem aus. Um seine Nachfolge bewarb sich der bisherige 2. Offizier Christian Herz. Dieser wurde ohne Gegenkandidat per Akklamation gewählt.

Allen aus dem Vorstand ausgeschiedenen Vereinsmitgliedern wurde für ihre bisherige Arbeit herzlich gedankt.

Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.l.n.r.): Major Nils Henscheid, Majestät Benedikt Fabritius, 1. Offizier Tim Ley, Schwenkfähnrich Markus Fabritius, Kassierer Christian Herz, Hauptmann Johannes Schütz, Tragfähnrich Julian Schmitz, 2. Offizier Andreas Franzen und Schriftführer Leon Schneider. Foto: Maurice Ley

Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.l.n.r.): Major Nils Henscheid, Majestät Benedikt Fabritius, 1. Offizier Tim Ley, Schwenkfähnrich Markus Fabritius, Kassierer Christian Herz, Hauptmann Johannes Schütz, Tragfähnrich Julian Schmitz, 2. Offizier Andreas Franzen und Schriftführer Leon Schneider. Foto: Maurice Ley

Neben den Vorstandsposten wählte die Gesellschaft auch die Ämter der Fahnenbegleiter und der Kassenprüfer neu. Zu Begleitern der Tragfahne wurden der ehemalige Fähnrich der Schwenkfahne und amtierender Begleiter Matthias Schopp und der ehemalige Fähnrich der Tragfahne Maurice Ley gewählt. Die Begleitung der Schwenkfahne übernehmen im kommenden Geschäftsjahr der bisherige Begleiter Joel Waldecker und der ehemalige 1. Offizier und Tragfähnrich Justin Waldecker. Als Kassenprüfer bestimmten die Vereinsmitglieder den ehemaligen Offizier, Hauptmann und König Robin Grießel sowie Amtsinhaber und ehemaligen Fähnrich der Schwenkfahne Matthias Schopp. Diese hatten sich in geheimer Abstimmung gegen den bisherigen Kassenprüfer und ehemaligen Fähnrich der Tragfahne und 1. Offizier Stefan Dünker sowie dem ehemaligen Schriftführer, Fähnrich der Tragfahne und König Benedikt Queckenberg durchgesetzt.

Unter dem abschließenden Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ wurden abschließend eine Reihe vereinsinterner Angelegenheiten teils kontrovers diskutiert und Anliegen von Seiten der Mitglieder an den neuen Vorstand herangetragen. Nach dem gemeinsamen Singen der Vereinshymne „Kommt alle froh zu ehren“ entließ Hauptmann Johannes Schütz die Vereinsmitglieder um 00:30 Uhr nach einer diskussionsreichen Generalversammlung in die Mainacht.

30. Apr, 2009

Generalversammlung der Junggesellenschützen

Von |2022-02-23T22:09:50+01:0030. April 2009|2009, Bericht, Generalversammlung, Mainacht|

Als um 00:05 Uhr der alte und neue Hauptmann Andreas Althammer seine Männer in die Mainacht entließ lag hinter einigen der Anwesenden bereits ein arbeitsreicher Tag.

Am 30. April hatten sich schon um 14:00 Uhr eine Hand voll Junggesellen und Junggesellen in spe an der Kirche versammelt um die noch nicht geholten Maibäume zu schlagen. Seit Dienstagnachmittag war ein Teil der vergebenen Vereinsmitglieder unterstützt durch einige tatkräftige Helfer ausgerückt um die Maien für ihre Freundinnen zu fällen. Aufgrund der eher mäßigen Beteiligung an diesen Terminen beanspruchte es insgesamt drei Nachmittage bis alle Bäume gefällt, verladen und zum Sammelpunkt gebracht worden waren.

Um 18:15 Uhr trafen sich dann das Tambourcorps und die Schwenkfahnengruppe der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft vor der Mehrzweckhalle um gemeinsam mit den Musikfreunden Lantershofen und den Lantershofener Chören im Festzug zum, am vorangegangenen Wochenende gestellten, Maibaum auf dem Kirchenvorplatz zu ziehen. Dort fand anschließend ein kleines Platzkonzert inklusive Fändlschwenken, das sogenannte Maianspielen, statt. Ein großer Teil der anwesenden Musiker, Sänger und Zuschauer begaben sich daraufhin das Dorf hinab in Richtung des Winzervereinsgebäudes. Während in den letzten beiden Jahren im Festsaal gefeiert wurde luden dieses Jahr die neuen Pächter des Landgasthauses zu einem gemütlichen Abend ein.

Die Maien fertig verladen. Foto: JSG Lantershofen

Die Maien fertig verladen. Foto: JSG Lantershofen

Unter dem Maibaum fand das Maianspielen statt. Foto: JSG Lantershofen

Unter dem Maibaum fand das Maianspielen statt. Foto: JSG Lantershofen

Auch in den Pausen gab es für Hauptmann, Kassierer und König genug zu tun. Foto: JSG Lantershofen

Auch in den Pausen gab es für Hauptmann, Kassierer und König genug zu tun. Foto: JSG Lantershofen

Für die Mitglieder der Junggesellen-Schützen stand jedoch zunächst ein weiterer Tagesordnungspunkt auf dem Plan: Die alljährliche, ordentliche Generalversammlung der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft St.Lambertus Lantershofen, welche seit Jahren im Gewölbekeller des Winzervereins stattfindet. Zeitnah nach dem offiziellen Beginn um 20:00 Uhr hatte sich eine ansehnliche Anzahl junger Männer eingefunden und die Generalversammlung konnte beginnen. Auf die Begrüßung der Anwesenden durch Hauptmann Andreas Althammer folgte die Gefallenenehrung in der die Gesellschaft ihren gefallenen, verstorbenen und vermissten Kameraden gedenkt und eine Schweigeminute hält. Der folgende Tagesordnungspunkt war die Aufnahme neuer Vereinsmitglieder. Die Gesellschaft freute sich 6 neue Gesichter, namentlich: Marco Böhm, Jens Entrup, Daniel Feist, David Koll, Markus Kurtenbach und Maximilian Lybken, nach dem symbolischen Trinken eines großen Glases Bier und der durch einen Handschlag mit dem Hauptmann erfolgenden Aufnahme in die Gesellschaft, in ihren Reihen begrüßen zu können. Somit traten wieder einmal beinahe alle in Lanterhofen lebenden jungen Männer die im vergangenen Jahr das 17.Lebensjahr vollendet hatten in die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft ein, was man auf eine erfreuliche Heimatverbundenheit und ein großes Traditionsbewusstsein gerade auch bei den jungen Bewohnern des Dorfes zurückführen kann, und dass leider heute in vielen Orten nicht mehr in dieser Ausprägung anzutreffen ist.

Nach diesem Aufnahmeritual wurde die Beschlussfähigkeit mit 54 Anwesenden von insgesamt 72 Vereinsmitgliedern festgestellt, wodurch der Hauptteil der Versammlung in Angriff genommen werden konnte. Der im letzten Jahr gewählte Schriftführer Johannes Kappen verlas seinen ersten Jahresbericht in welchem er die Veranstaltungen, Ereignisse und Vorkommnisse des vergangenen Geschäftsjahres noch einmal in Erinnerung rief. Es folgte der Bericht von Kassierer Christian Dünker, welcher unter großem Beifall der Gesellschaft, in diesem Jahr einen höchst erfreulichen Jahresgewinn verkünden konnte, der nicht zuletzt auf einige mutige Neuerungen, beispielsweise bei der Durchführung des Maubichfestes, zurück zu führen war. Dies verschafft der Gesellschaft etwas Luft um im kommenden Jahr notwendig werdende Investitionen zu tätigen. Die Kassenprüfer Christian Althammer und Christian Rathke bescheinigten dem Kassierer ein hervorragende Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes, welcher die Gesellschaft einstimmig zustimmte.

Bei Nacht zu später Stunde werden die Maibäume an die Häuser gestellt. Foto: JSG Lantershofen

Bei Nacht zu später Stunde werden die Maibäume an die Häuser gestellt. Foto: JSG Lantershofen

Bei der schweißtreibenden Arbeit darf man keine Höhenangst haben. Foto: JSG Lantershofen

Bei der schweißtreibenden Arbeit darf man keine Höhenangst haben. Foto: JSG Lantershofen

Der Lohn der Arbeit sind geschmierte Brötchen und ein kräftigender Schluck aus der Flasche. Foto: JSG Lantershofen

Der Lohn der Arbeit sind geschmierte Brötchen und ein kräftigender Schluck aus der Flasche. Foto: JSG Lantershofen

Schützenkönig Thomas Hergarten, der sich als einziges Vorstandsmitglied in der Mainacht keiner Wahl zu stellen hat, da ein neuer König erst auf dem Schützenfest im September ermittelt wird, leitete die Wahl des neuen Vorstandes ein und schlug im Namen des alten Vorstandes den bisherigen Hauptmann Andreas Althammer erneut für das Amt des Hauptmannes vor. Diesen Vorschlag unterstützte die Gesellschaft einstimmig, ohne dass von den Anwesenden ein Gegenkandidat aufgestellt wurde. Es folgte die Wahl der übrigen Vorstandsposten bei welcher dem alten Vorstand dahingehend das Vertrauen der Gesellschaft ausgesprochen wurde, dass für keinen der Posten ein Gegenkandidat gegen den Amtsinhaber des letzten Geschäftsjahres aufgestellt oder eine Gegenstimme ausgesprochen wurde. Somit konnte der gesamte Vorstand des Vorjahres in Rekordgeschwindigkeit durch Wahl per Akklamation in seinem Amt bestätigt werden. Daher blieb es bei: 1.Offizier Dominik Knieps, 2.Offizier Martin Großgarten, Fähnrich der Tragfahne Stefan Dünker, Fähnrich der Schwenkfahne Martin Dünker, Tambourmajor Markus Simmons, Schriftführer Johannes Kappen und Kassierer Christian Dünker. Wie schon genannt wurde auch Martin Großgarten, der das Amt des 2.Offiziers bisher bloß kommissionarisch ausgeübt hatte von der Gesellschaft gewählt und somit zu einem stimmberechtigten Vorstandsmitglied.

Zur ersten geheimen Wahl des Abends kam es bei der Wahl der Tragfähnrichsbegleiter. Hierbei konnte sich Martin Efferz nicht gegen die Amtsinhaber des Vorjahres Matthias Dünker und Sebastian Glees durchsetzen. Bei der folgenden Wahl der Schwenkfähnrichsbegleiter kam es zu einer Abstimmung zwischen einer ganzen Reihe von Anwärtern. Thomas Sprinkmeier wurde als Begleiter der Schwenkfahne bestätigt, während sich der zweite Begleiter der Schwenkfahne des letzten Jahres, Jan Sommer ebenso wie die weiteren Kandidaten Jan Meurer und Lars Rehm gegen Martin Efferz geschlagen geben musste. Bei der Wahl der Kassenprüfer ergab sich wie bei der Mehrheit der vorangegangenen Abstimmungen des Abends keine Veränderung im Gegensatz zu Vorjahr: Gegenkandidat Kevin Ullrich unterlag in der Abstimmung den bisherigen Kassenprüfern Christian Althammer und Christian Rathke.

Nach den Durchführungen der Ämterwahlen wurde dann noch unter dem Punkt Sonstiges kontrovers diskutiert und die Generalversammlung fand ihr offizielles Ende, woraufhin sich die Gruppe aufteilte und die Junggesellen in die Kneipe und am Lagerfeuer vor der Kirche die Nacht ausklingen ließen, sich auf den Weg machten um ihren Freundinnen Maibäume zu stellen oder sich nach Hause begaben.

30. Apr, 2008

Andreas A. ist neuer Hauptmann

Von |2022-02-23T22:09:50+01:0030. April 2008|2008, Bericht, Generalversammlung, Mainacht|

Lantershofener Schützen werden erstmals 1492 als Mitbegleiter der Ahrweiler Fronleichnamsprozession erwähnt. Die Wurzeln der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft “St. Lambertus” Lantershofen gehen auf eine der Bürgerwehren zurück, die im 15. Jahrhundert in vielen Orten unserer Heimat zu finden waren.

Durch Krieg und Brandschatzung ginge viele Urkunden, Aufzeichnungen und andere Beweisstücke verloren, die erste Quelle nach 1492 geht daher erst auf das Jahr 1835 zurück. Aus diesem Jahr ist ein Verzeichnis erhalten, im dem drei neu eingetretene Mitglieder aufgezählt sind. Auch sind aus demselben Jahr Statuten der Gesellschaft erhalten, in denen die Mitglieder dazu angehalten werden “… treu die alten Sitten und Gebräuche zu bewahren und auszuüben”.

Hintere Reihe: Christian Dünker (Kassierer), König Roman Kappen, Markus Simons (Tambourmajor), Martin Dünker (Fähnrich der Schwenkfahne), Johannes Kappen (Schriftführer). Vordere Reihe: Dominik Knieps (2. Offizier), Hauptmann Andreas A., Stefan Dünker (Fähnrich der Tragfahne) und Thomas Hergarten (1. Offizier). Foto: Thomas Schaaf
Hintere Reihe: Christian Dünker (Kassierer), König Roman Kappen, Markus Simons (Tambourmajor), Martin Dünker (Fähnrich der Schwenkfahne), Johannes Kappen (Schriftführer). Vordere Reihe: Dominik Knieps (2. Offizier), Hauptmann Andreas A., Stefan Dünker (Fähnrich der Tragfahne) und Thomas Hergarten (1. Offizier). Foto: Thomas Schaaf

Nach den Statuten, auch “Maigesetze” von 1892 genannt, “wird ein Maibaum errichtet und es erfolgt am Vorabend des ersten Mai eine Generalversammlung, wobei neue Mitglieder aufgenommen werden.” Noch heute gelten diese Vorschriften. So trafen sich die Junggesellen-Schützen traditionell auch in der Nacht zum 1. Mai 2008 zur Mitgliederversammlung im Keller des Winzervereins, um über die weiteren Vereinsgeschicke zu beraten und Wahlen durchzuführen. Herausragendes Ereignis hierbei war die Wahl des neuen Hauptmannes, denn Mario Fuchs, der zuletzt das Amt seit 2005 ausübte, hatte angekündigt, wegen späterer Heirat nicht mehr antreten zu wollen.

So wurde Andreas A., bisher zweiter Offizier der Gesellschaft, ohne Gegenkandidat zum neuen Hauptmann gewählt. Erster Offizier bleibt Thomas Hergarten, Dominik Knieps setzte sich als Zweiter Offizier gegen zwei weitere Kandidaten durch. Martin Dünker führt weiterhin als Fähnrich die Schwenkfahne, Fähnrich der Tragfahne bleibt Stefan Dünker.

Markus Simons wurde als Tambourmajor des Tambourcorps der Gesellschaft bestätigt, nachdem er zu Schützenfest Roman Kappen, der die Königswürde errang, abgelöst hatte. Einen harten, aber fairen Abstimmungskampf gab es um das Amt des Schriftführers, den Johannes Kappen nach zwei unentschiedenen Wahlgängen gegen Manuel Efferz erst im dritten für sich entscheiden konnte. Christian Dünker behielt als Kassierer die Aufsicht über die Vereinsfinanzen. Sieben neue Mitglieder konnte die Gesellschaft in ihre Reihen aufnehmen.

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