Berichte und Neuigkeiten
Gemeinsames Grillen von Junggesellen und Brötchesmädchen
Da außer der Winterwanderung in letzter Zeit die gemeinsamen Aktionen von Brötchesmädchen und Junggesellen sich häufig nur noch auf die anfallenden Arbeitstermine wie Maubichfest, Schützenfest und Kirmes beschränken wurde gemeinsam ein Grillnachmittag geplant. Dieser sollte auch dazu dienen, die neuen Personen auf beiden Seiten besser kennen zu lernen.
Im elterlichen Hof von Hauptmann Johannes Schütz wurde der Grill angeschmissen. Foto: JSG Lantershofen
Hierfür wollte man sich eigentlich an der Lambertushütte treffen, da diese aber kurzfristig vermietet worden war wich man in den elterlichen Hof von Hauptmann Johannes Schütz aus. Dort brutzelte dann das Fleisch auf zwei Schwenkgrills, lecker schmeckende Salate und Dips sowie kühle Getränke standen für jedermann und jederfrau bereit, sodass etwa 25 Junggesellen und Brötchesmädchen mehrere gesellige Stunden verbrachten und den Nachmittag bei guten Gesprächen und dem ein oder anderen Spiel im Nu verfliegen ließen. Gemeinsam konnte man sich so schon auf die anstehenden Kirmesfeierlichekeiten einstimmen.
Gemeinsame Tagesstour des Junggesellen- und Bürgervorstands
Relativ spät, aber auf Grund vieler Termine der teilnehmenden Personen nicht früher möglich, trafen sich Mitte August die Mitglieder der Vorstände der Bürgervereininigung Lantershofen und der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen um über die vergangene und die bevorstehende Lambertuskirmes zu sprechen.
Hierfür traf man sich zunächst am Ahrweiler Berg um gemeinsam zum Ahrweiler Bahnhof zu wandern. Nach dem „Erklimmen“ der Anhöhe machte man eine erste Pause am Heimkehrerkreuz, dessen Schriftzug erst wenige Tage zuvor durch Maler Thomas Franken restauriert worden ist. Vom Ahrweiler Bahnhof fuhr man dann bis nach Dernau um dort in eine Straußwirtschaft einzukehren. Gerade rechtzeitig um den Regenschauer trocken zu überstehen. Bei einem Glas Wein wurden die Anliegen und Themen eines jeden Teilnehmers besprochen und weitere gemeinsame Termine festgelegt. Wichtigstes Ergebnis der gemeinsamen Tour war, die im Jahre 2014, auch auf einer gemeinsamen Tour, gegründeten Kirmes GbR bis auf Weiteres ruhen zu lassen und das kostenverursachende Konto aufzulösen. Darauf einigte man sich, da zur Zeit der Schankbetrieb an Kirmes durch keinen der beiden Vereine mehr durchgeführt wird.
Nach der wichtigen und kosntruktiven Besprechungsrunde wurden die Wanderschuhe wieder geschnürt um zum Winzerhof Gilles nach Marienthal zu wandern. Dort genoss man eine Weinprobe und konnte soch bei deftiger Hausmannskost stärken, bevor der Weg zurück angetreten werden konnte.
Höchstleistung der JSG-Auswahl beim Fußballturnier des Ahrweiler Tambourcorps
Es folgt die Liveberichterstattung von unserer Facebookseite:
Wir melden uns live aus dem ausverkauften Ahrstadion bei bestem Fußball und Trinkerwetter. Aktuell läuft die Gruppenphase und auch wir haben schon das erste Spiel absolviert.
Nachdem unser Spiel, mit typisch Lantershofener Pünktlichkeit, angepfiffen wurde – einige unserer Spieler fanden nicht den Weg aus den Katakomben aufs Spielfeld – konnten wir früh durch ein Tor von Markus Fabritius in Führung gehen. Leider fiel kurz vor Schluss durch einen verdeckten Schuss der Ausgleich und das Spiel gegen JGV Ahrhöde Jonge e.V. 1 ging unentschieden zu Ende.
Auch die ersten Meter liegen schon hinter uns…
Unser nächstes Spiel ist gegen die Niddehöde Jonge e.V. um viertel vor 12. Ach nein, wegen uns ja erst gegen 12 Uhr .
Vorbeikommen lohnt sich!
Motiviert durch das knappe Unentschieden gingen wir kämpferisch in das letzte Gruppenspiel und konnten dieses durch den Torschützen Leon Schneider und 2 Glanzparaden des Lantershofener Keepers mit 1:0 gewinnen.
Dadurch sicherten sich die Kameraden mit dem Lambertus auf der Brust den Gruppensieg und ziehen direkt in das Halbfinale vom Junggesellen Tambourcorps Ahrweiler ausgerichteten Turnier ein.
Auch die Meter summieren sich weiter.
Unser Gegner, entweder Tambourcorps oder Ahrhut 1, wird in einer Zwischenrunde ausgespielt. Für uns geht es um 13.30 Uhr weiter.
Für die JSG liefen auf: Maurice Ley, Nils Henscheid, Leon Schneider, Christian Scholl, Robin Grießel, Florian Scholl, Markus Fabritius und Matthias Schopp (v.l.n.r.) Foto: JSG Lantershofen
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.
Okay ganz so weit nicht, wir bleiben im Ahrstadion. Aber wir stehen im Finale!
Dort wo wir uns heute morgen noch bei Weitem nicht gesehen haben, stehen wir nun und der ein oder andere Mitspieler hat es noch lange nicht realisiert, aber wir spielen nun um den Pott!
Auf geht's grün-weiß! Kommt alle froh zu Ehren…!
Das Finale startet um 14.15 Uhr gegen das Team JGV Ahrhöde Jonge e.V.2.
Achja, die Meter werden selbstverständlich auch mehr…
Ein hart umkämpftes Finale endet im 7m Schießen. Aus diesem ging das Team der Ahrhut als Sieger hervor, sodass wir uns einen starken zweiten Platz gesichert haben. Glückwünsche in die Ahrhut!
Letztes Jahr Vierter, dieses Jahr Zweiter. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!
Junggesellen Tambourcorps Ahrweiler Niddehöde Jonge e.V. JGV Ahrhöde Jonge e.V. Junggesellenverein Ovvehöde Jonge
Hochzeit Johannes Kappen
Am Freitag den 21.07.17 überreichte der Vorstand Johannes Kappen, der durch seine Heirat mit Veronika Stark aus den Reihen der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen ausgeschieden war, einen Erinnerungszinnteller für seine Junggesellenzeit. Die Braut erhielt aus den Händen der Majestät Robin Grießel ein Blumenangebinde. Ebenfalls zu Ehren des Brautpaares fand ein Fändelschwenken statt und das Tambourcorps der Gesellschaft spielte ein Ständchen.
Das Brautpaar, Majestät Robin Grießel und Hauptmann Johannes Schütz lauschen dem Ständchen unter er Leitung von Tambourmajor Nils Henscheid (v.r.n.l.). Foto: Max Brunnert
Auch ein gemeinsames Gruppenfoto der Glückwünscheüberbringenden wurde geschossen. Foto: Max Brunnert
Der Bräutigam war seit dem Jahr 2003 Mitglied der Gesellschaft gewesen und gehörte dem Tambourcorps an. Außerdem war er von 2008 bis 2012 Schriftführer, 2009/2010 König und von 2013 bis 2015 Kassenprüfer unserer Gesellschaft.
Die Gesellschaft wünscht dem Brautpaar alles Gute, viele gemeinsame, glückliche Jahre und hofft, dass sie unserem Heimatort noch lange erhalten bleiben!
75 Maubichkuchen waren im Handumdrehen verkauft
Kultiges Maubichfest kommt auch an ungewohntem Ort bestens an
Mehr als 40 Teilnehmer spielten beim „Sibbeschröm“ und „Schocken“ um Preise und Pokale
An der Alten Schule von 1911 feiern die Junggesellen mit ihren Gästen das beliebte Maubichfest. Foto: Thomas Schaaf
Kinderbelustigung, Hüpfburg, Schminken und andere Spiele sind stets gefragt bei den Kindern. Foto: Thomas Schaaf
Im Bereich des ehemaligen Schulhofs der Alten Schule lässt es sich fröhlich feiern. Foto: Thomas Schaaf
Auch wenn das Lantershofener Maubischfest auf eine fast 50-jährige Historie zurückblicken kann, gab es in diesem Jahr die ein- oder andere Neuerung. Vor allem der Ort des Geschehens war neu und ungewohnt, fand das von der Junggesellen-Schützengesellschaft „St. Lambertus“ veranstaltete Fest doch wegen des noch laufenden Winzervereinsumbaus rund um die „Alte Schule“ statt. Eine Tatsache, die dem Maubischfest nicht geschadet hat – im Gegenteil. Im Schatten des altehrwürdigen Gebäudes war ein schmucker Biergarten errichtet worden, flankiert von Bierpavillon, Grillstand und großzügigem Festzelt. Das alles kam bei den Gästen bestens an. „Ist wie im Urlaub hier“, freute sich eine begeisterte Besucherin und stellte gleich die Frage, „warum das Fest nicht immer hier stattfindet“. Eben jene Besucher kamen an zwei „Maubischtagen“ reichlich. Sehr zur Freude der Organisatoren waren es nicht „nur“ Gäste aus dem Dorf, sondern auch etliche Wanderer und die befreundeten Junggesellen aus Ahrweiler, Oeverich/Niederich und Bengen, die zum ehemaligen Schulhof gekommen waren. Das engagierte Team um Hauptmann Johannes Schütz hatte in Sachen Kulinarik einiges aufgefahren. Ob Kräutersteak, Currywurst, Chicken-Nuggets, Pommes oder gleich ein komplettes Mittagsmenü – jeder Hunger konnte adäquat und vor allem schmackhaft gestillt werden. Allein 60 Mittagsmenüs und unzählige Steaks und Würstchen gingen über die Theke. Nachmittags kredenzten die Lantershofener Brötchesmädchen dann jene Kult-Spezialität, die dem Fest Ende der 1960er Jahre seinen charakteristischen Namen gab: Den berühmten Maubichkuchen!
Schon früh drängen sich die Gäste bei den Brötchesmädchen an der Maubichtheke. Foto: Thomas Schaaf
Spaß macht auch das Dosenwerfen. Paaaf, gleich fällt das Blechding herunter. Foto: Thomas Schaaf
Die beiden Junggesellen Leon und Nils bereiten im Schatten der Alten Schule das „Schocken“ vor. Foto: Thomas Schaaf
Geheimnisumwittert: Der Maubich
Viel ist über dieses geheimnisumwitterte Birnen-Backwerk nicht bekannt. Tatsache ist, dass die notwendigen Birnen von den Junggesellen in Eigenregie gesammelt, getrocknet und geviertelt werden. Hieraus entsteht, versehen mit verschiedenen Gewürzen, eine dunkle Fruchtmasse, die sich in Verbindung mit einem Hefeteigboden zum Maubichkuchen vereint. Da heute keines der historischen Lantershofener-Backhäuser („Backes“) mehr existiert, werden die Kuchen bei Bäckermeister Valder im Nachbarort Karweiler ausgebacken. In diesem Jahr waren es mehr als 75 Exemplare, die am „Maubichsonntag“ pünktlich um 14.00 Uhr in den Verkauf gingen. Schnelligkeit war gefragt, wenn man die nur einmal jährliche Gelegenheit nutzen wollte, das Lantershofener Nationalgericht zu genießen. Innerhalb kürzester Zeit wanderte der Kult-Kuchen über das von den „Brötchesmädchen“ betreute Büffet. Neben der Kulinarik kommt auch der Unterhaltungsfaktor beim Maubischfest nicht zu kurz. Fast sechs Stunden lang dauerte heuer das Sibbeschröm-Turnier mit 24 Teilnehmern, bis nachts um halb zwei in Person von Karl-Heinz Schweinheim endlich ein Sieger feststand, der den begehrten Maubisch-Wanderpokal im Empfang nehmen durfte. Beim sonntäglichen, erstmals ausgetragenen Würfel/“Schocken“-Turnier konnte sich Stefan Dünker gegen 20 Konkurrenten durchsetzen. Als beste Trinker erwiesen sich die Jungs vom JGV Oeverich-Niederich, die sich den obligatorischen „Meterpokal“ sicherten. Die kleinen Maubisch-Gäste amüsierten sich indes bei Hüpfburg und Kinderschminken. „Wir sind mit dem diesjährigen Maubischfest sehr zufrieden und möchten uns auch bei der Nachbarschaft und den Bürgern ganz besonders bedanken, die uns in vielfältiger Weise unterstützt haben und zum Fest gekommen sind“, freute sich Jungessellen-Schützen Hauptmann Johannes Schütz über ein wieder einmal erfolgreiches Maubischfest, bei dem auch das Wetter perfekt mitspielte.
[Bilder mit freundlicher Genehmigung von www.lantershofen.de]
Junggesellentour nach Bitburg
Auch dieses Jahr war es wieder einmal so weit, wie immer im Abstand von 2 Jahren, waren Junggesellen und Brötchesmädschen eingeladen gemeinsam eine Tour zu unternehmen. Dieses Jahr ging es über 3 Tage nach Bitburg.
Freitags traf man sich früh morgens am Ahrweiler Bahnhof um von dort aus gemeinsam einige Stunden im Zug zu verbringen. Endlich am späten Mittag in Bitburg angekommen ging es mit dem Taxi ins Dorint Hotel wo wir die nächsten zwei Nächte nächtigen sollten. Ca 2 Stunden nach Ankunft und erster Besichtigung der Hotelbar ging es gemeinsam in den Wellness Bereich um dort ein kleines Wasserball Match zu gestalten der Sieger konnte bis heute nicht ausfindig gemacht werden. Der Abend stand dann jedem selbst zur freien Verfügung. Am nächsten Tag fuhren wir gemeinsam nach Bitburg, leider war uns das Wetter nicht hold, was die Stadtführung nicht ganz so angenehm machte. Trotz Regen war Bitburg sehr interessant.
Nun stand der Höhepunkt der Tour auf unserem Programm: Eine Brauereiführung sowie eine Bier- und Schnapsprobe in der Brauerei Zils. Nach 4 Stunden und einem sehr leckeren Essen hieß es nun wieder zurück in die Stadt, wo jeder den Rest des Abends verbringen konnte wie es einem beliebte. Am nächsten Morgen hieß es kurz nach dem Frühstück auch schon wieder Rückreise. Am frühen Abend endete unsere Tour wohlbehalten am Ahrweiler Bahnhof.
Kameradschaftlicher Jahreswechsel
Ende Dezember und Anfang Januar lud die Junggesellenschützengesellschaft ihre Mitglieder wie jedes Jahr zu zwei der ungezwungensten Vereinsveranstaltungen im Jahresablauf ein:
Am zweiten Weihnachtsfeiertag fand in geselliger Runde die Weihnachtsfeier des Vereins statt, zu der neben den aktiven Mitgliedern auch die ehemaligen Hauptleute der Gesellschaft eingeladen werden. Im Kellergewölbe des Winzervereinskellers erfreuten sich wieder einmal ein Quiz mit Fragen zum Vereins- und Dorfleben, ein Besuch des Nikolaus der mit lobenden und mahnenden Worten das vergangene Vereinsjahr kommentierte und eine große Tombola mit Spenden der zahlreichen Geschäftspartner der Schützen, besonderer Beliebtheit. Bei so manchem Weihnachtslied und natürlich einigen schönen Flaschen Ahrwein verflog die Zeit an diesem Abend wie im Fluge.
Ein Teil der Brötchesmädchen posiert für ein Foto. Foto: JSG Lantershofen
Auch im Ahrweiler Tal haben sich die Schneeflocken niedergelegt. Foto: JSG Lantershofen
Im Schnee ließ man eine Grußbotschaft da. Foto: JSG Lantershofen
Am zweiten Januarwochenende traf man sich erneut um die jährliche Winterwanderung zu beschreiten. Herzlich eingeladen waren zu diesem Termin auch die „Brötchesmädche“ sowie Partner und Partnerinnen dieser und der Junggesellen. Durch die schneebedeckte Landschaft des Lantershofener Waldes führte der Weg die Wandergruppe schlussendlich zur Bölinger Hütte welche bereits vor mehreren Jahren einmal Ziel der Wanderung gewesen war und sich vor allem durch die Tatsache, dass sie gut zu beheizen ist, für einen erneuten Besuch empfohlen hatte. Dort angelangt konnte sich jeder an den vom Verein zur Verfügung gestellten Siedewürstchen stärken, sich mit Glühwein wärmen oder von der, nach einem streng gehüteten Rezept hergestellte, Junggesellen-Bowle, traditionell serviert in einer „Wäschebütt“, kosten.
Durch den ganzen Schnee war es eine „richtige“ Winterwanderung. Foto: JSG Lantershofen
Felder und Wiesen waren nicht mehr als solche zu identifizieren. Foto: JSG Lantershofen
Angekommen war der Platz am Feuer mit der Beliebteste. Foto: JSG Lantershofen
Mit diesen beiden Veranstaltungen bedankt sich der JSG-Lantershofen zum Ende des noch bis Ende April andauernden Geschäftsjahres und vor Beginn der geschäftigen Karnevalstage bei seinen Mitgliedern für die zahllosen unentgeltlich erbrachten Arbeitsstunden ohne welche ein selbstlos tätiger Verein nicht existieren könnte.
Lantershofener feiern fröhlich Lambertuskirmes
„Werteverfall“ ist heute der Feind der Lantershofener Schützen
Lantershofen, seine Junggesellen-Schützen und die Bürgervereinigung feierten am vergangenen Wochenende wieder eine rauschende Lambertuskirmes im seit 1928 festgelegten Rahmen und sparten dabei weder mit Lob auf die Feiern, noch mit Mahnungen, die Traditionen ernst zu nehmen.
Dabei brachte es der Hauptmann und Vorsitzende der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“, Andreas Althammer, beim Höhepunkt des Festes, dem Kommers am Montagmorgen auf den Punkt: „Wir begehen eine Tradition mit einer für Außenstehende unbegreiflichen Begeisterung.“ Kein Wunder, dass neben den Kirmesfeiern in Lantershofen am Montag nicht allzu viel passierte. Betriebe blieben geschlossen, schulpflichtige Spielleute des Tambourcorps waren für die Feiern bei ihren Schulen entschuldigt, Bürger und Junggesellen hatten Urlaub, Selbstständige machten frei. Alles wegen den Feiern zu Ehren des heiligen Lambertus mit den Majestäten, Schützenkönig Johannes Kappen und Silberjubilar Rolf Franzen.
Schon die Kleinsten probieren auf der Lantershofener Kirmes einmal, ob Opas Zylinder passt. | „Zur Parade! Marsch“. Der 2. Offizier Martin Großgarten mit seinen „Mösche“. | König Johannes Kappen (rechts) und Silberjubilar Rolf Franzen schreiten die Front ab. | Martin Dünker schwenkt die Fahne zu Ehren der Majestät. |
Ihnen galt beim Festkommers der erste Gruß des Hauptmanns, der dann zahlreiche Vertreter aus Kirche und Politik, Orts- und Partnervereinen begrüßen konnte. Andreas Althammer freute sich über den sehr guten Besuch bei den Veranstaltungen bis zum Kommers, und auch hier platzte Lantershofens gute Stube, der Saal des Winzervereins, aus allen Nähten. Gut 250 Gäste waren da, die Junggesellen-Schützen in ihren grünen Uniformen, Bürger und Gäste im schwarzen Anzug, viele mit Zylindern auf dem Kopf. Bestens versorgt mit belegten Brötchen und Wein wurden sie von rund 40 „Brötchesmädchen“ – den einzigen Damen im Saal.
Angeheizt wurde die ohnehin tolle Stimmung zwischen den zahlreichen Reden durch das Colonia Blasorcherster, Profis aus der Domstadt, deren Musikdarbietungen schon alleine das Kommen wert war. Trotz des vollen Hauses richtete Hauptmann Andreas Althammer mahnende Worte an die Gesellschaft. In früheren Jahren habe man die Traditionen trotz Schwierigkeiten wie Schießverbot, Marschverbot oder anderer Sanktionen aufrechterhalten. Heute sei der Feind der Werteverfall, die Waffe dagegen sei der feste Wille, an den Werten auf den Fahnen festzuhalten. Pastor Kurt Groß redete über die Werte „Frohsinn und Scherz“ und forderte die Gesellschaft auf, den Glauben und den Humor im richtigen Gleichgewicht zu halten. Dr. Michael Bollig, der Regens des Studienhauses St. Lambertus auf Burg Lantershofen, bezeichnete die „Burg“ als größtes Unternehmen im Ort, wo mehr als 100 Menschen leben und arbeiten – darunter derzeit 60 Studenten. Bollig freute sich, dass das Studienhaus heute voll in den Ort integriert ist. Er wies darauf hin, dass die ehemalige Schule, die sich im Besitz der „Burg“ befindet, gerade an den Ort übergeben wird, hier soll ein Gemeindehaus entstehen.
Gedenken an die Verstorbenen der Gesellschaft. Kranzniederlegung. | Nach der Andacht beim Platzkonzert. | Parade in einzelnen Abteilungen. | Festzug durch das Dorf mit einer großen Zahl von „schwarzen Männern“ mit ihren Zylindern. |
Lantershofens Ortsvorsteher Leo Mattuscheck dankte für die Übergabe der Schule, eines von vielen Projekten, die in Lantershofen aktuell verwirklicht werden und wurden. Und der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem nahm das „Danke“ als Schlagwort für seine Grußworte: „Während andernorts bei den traditionellen Festen die Tische leer bleiben, hat man hier das Gefühl, am Saal müsse angebaut werden. Ein so prall gefüllter Saal an einem Montagmorgen ist mehr als ungewöhnlich.“ Derweil dankte der Vorsitzende der Lantershofener Bürger, Erich Althammer, den Junggesellen-Schützen für die Ernsthaftigkeit, mit der diese die viele Arbeit an Kirmes erledigen und für die große Einigkeit zwischen den Generationen im Ort. Hans-Georg Klein, der König der Ahrweiler Bürgerschützen, berichtete von den alten Grenzen zwischen Lantershofen und Ahrweiler und von den Freundschaften über diese Grenzen hinweg. Schließlich bekundete Lantershofens aktueller Schützenkönig Johannes Kappen, sein 24. Geburtstag, an dem er eine Woche vor der Kirmes die Königswürde errang, werde ein für ihn unvergessliches Erlebnis bleiben. Rolf Franzen, dem der Königsschuss vor 25 Jahren gelungen war, dankte den Junggesellen, dass sie es mit dem Brauchtum auch weiterhin ernst meinen. Der Festkommers war nicht öffentlich, aber an den Nachmittagen verfolgten im Ort viele Zuschauer die Paraden der Lantershofener Junggesellen-Schützen.
Hauptmann Andreas Althammer begrüßt die Festgäste im Saal des Winzervereins. | Bürgermeister Achim Juchem zeigt sich von der Lantershofener Tradition begeistert. | Begeisternde Supereinlage: Kölsche Alphornbläser vom Colonia-Blasorchester. | Befreundete und gerngesehene Gäste aus der Nachbarstadt: Ahrweilers Hauptmann Wilhelm Busch und König Hans-Georg Klein (von rechts). |
Die Lambertus-Kirmes Fest begann offiziell am Sonntagmorgen mit dem Hochamt. Sonntagmittag zog die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft dann feierlich auf. Spielmannszug und Blasorchester zogen mit Offizieren, Fähnrichen und der Infanterie durch den Ort, um die Majestäten zu Hause abzuholen und zur feierlichen Festandacht in die Lambertus-Kirche zu geleiten. Vor der Kirche präsentierte sich die Gesellschaft dann dem Publikum.
Fähnrich Martin Dünker schwenkt die Fahne | König Johannes Kappen (rechts) und Silberjubilar Rolf Franzen (Mitte) mit Begleitern Werner Assenmacher, Martin Moitz, Hans-Peter Steinborn und Thomas Hergarten. | Die Brötchesmädchen gratulieren dem König. | Die Brötchesmädchen auf der berühmten Treppe. |
Die Fanfarenbläser traten auf, der Fähnrich schwenkte die Fahne zu Ehren der Majestäten. Schließlich paradierte die komplette Gesellschaft drei Mal im Stechschritt an den Königen vorbei. Dem anschließenden großen Festzug folgte am Abend im Saal des Winzervereins der gut besuchte Kirmesball, zu dem die „Peanuts“ aufspielten. Höhepunkt der Feiern aber war der Kirmesmontag. Schon früh war das Tambourcorps auf den Beinen, um die Bevölkerung zu wecken. Dem Festgottesdienst folgte der Festkommers, ehe die Gesellschaft am Nachmittag erneut zu Fändelschwenken und Parade antrat. Am Abend fand schließlich der Königsball im Saal statt. Mit einem Trinkzug als Dank der Bevölkerung an die Junggesellen endete am Dienstag die Lantershofener Lambertus-Kirmes.
[Bilder und Texte mit Genehmigung von lantershofen.de]
Johannes Kappen ist neuer Schützenkönig
Königsvogel ergibt sich dem Geburtstagskind
Die traditionsreichen Lantershofener Junggesellen-Schützen haben seit Sonntagabend eine neue Majestät. Exakt um 20:53 Uhr setzte sich Johannes Kappen gegen den Junggesellen-Hauptmann Andreas Althammer durch und holte den hölzernen Vogel von der Stange. Rund 300 Lantershofener jubelten ihm im Anschluss zu und gratulierten.
Seinen 24. Geburtstag wird der neue Schützenkönig nicht so schnell vergessen, denn genau an diesem Tag errang Johannes Kappen die Königswürde. Gut eineinhalb Stunden hatte der Wettkampf mit Andreas Althammer gedauert, aus dem der Student der Sonderschulpädagogik schließlich als Sieger hervorging. Hauptmann Andreas Althammer stellte ihn anschließend vor: „Der alte König ist tot, es lebe der neue.“ Kappens Vorgänger Thomas Hergarten überreichte der neuen Majestät die äußeren Zeichen der Königswürde, die mit 25 silbernen Königsschildern behangene Kette und das Zepter, während das vereinseigene Tambourcorps der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft lauthals skandierte, dass einmal mehr einem Junggesellen aus ihren Reihen der Königsschluss gelungen war.
Trotz nicht optimalen Wetters guter Besuch am Schützenplatz. | Kappen (links) und Althammer kämpfen um den Königstitel. | Gespannt warten die netten Damen auf den Königsschuss. | Johannes Kappen ist neuer König der JSG um 20.53 Uhr. |
Zu den zahlreichen Gratulanten in der Lambertushütte am Lantershofener Schießplatz zählten Ortsvorsteher Leo Mattuscheck, MdL Petra Elsner, Vertreter der Ortsvereine und der Ahrweiler Junggesellen-Schützen. Der Königsvogelschuss mit der anschließenden Proklamation war der Höhepunkt des sonntäglichen Lantershofener Schützenfestes, das am Morgen mit einem Wettschießen der Ortsvereine begonnen hatte. Dabei zeigten sich die Lantershofener Musikfreunde besonders treffsicher, Johanna Schmitt gelang der Siegesschuss um den Lambertuspokal.
Königsproklamation in der Lambertushütte. Die Kameraden freuen sich mit dem neuen König. | Gratulation der Vereine, hier gratuliert Bürgervorsitzender Erich Althammer (rechts). | Hauptmann Andreas Althammer begrüßt im Landgasthaus den neuen König und seine Gäste. | Johanna Schmidt (Mitte) von den Musikfreunden gewann den Lambertuspokal. |
Am Nachmittag zog die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft auf und eskortierte den noch amtierenden Schützenkönig Thomas Hergarten durch den Ort zum Schießplatz, wo die Brötchesmädche bereits Kaffee und Kuchen servierten. In einem Wettstreit mit dem Vorstand der Ahrweiler Schützengesellschaft „St. Laurentius“ waren die Gastgeber siegreich, die hölzerne Sau holte der spätere König Johannes Kappen von der Stange. Derweil konnten mögliche Kandidaten auf die Königswürde ihre Treffsicherheit beim Preisvogelschießen versuchen.
Am späten Abend wurde schließlich der neue König in einem Festzug dem Ort präsentiert und nach Hause geleitet, wo ihm Tambourcorps und Schwenkfähnrich ein erstes Ständchen darboten. Die Junggesellen-Schützen feierten danach noch bis tief in die Nacht den Königsabend. Am kommenden Wochenende findet in Lantershofen mit dem neuen König an der Spitze die Lambertus-Kirmes statt.
[Bilder und Texte mit Genehmigung von Lantershofen.de]
Kurzfristiger Einsatz für Junggesellen und Brötchesmädchen
Normalerweise sollte sich heute um 18:00 Uhr am Schützenplatz zum Aufbau für das Schützenfest getroffen werden, doch bereits am Nachmittag wurden die Jungesellen „alarmiert“ eine Stunde früher zu kommen. Anlass hierfür waren die reifen Birnen,die es galt von den Bäumen zu holen. Trotz dieser spontanen Aufgabe, ließen sich eine ordentliche Anzahl von Junggesellen blicken, um die wichtigste Zutat für den leckeren Maubichkuchen zu sammeln.
Junggesellen und Brötchesmädchen beim Schneiden der Birnen. Foto: JSG Lantershofen
Gesammelte Birnen in der „Bütt“. Foto: JSG Lantershofen
Geachtelte Birnen in der „Bütt“. Foto: JSG Lantershofen
Doch mit Sammeln allein war es nicht getan. Alle diese Früchte mussten entkernt und geviertelt werden, um sie optimal für ihre Lagerung vorzubereiten. Dies sollte eine langwierige Arbeit werden und so saßen zuletzt, nachdem zahlreich begonnen wurde, nur noch eine Hand voll Jungesellen und ein tapferes Brötchesmädche in der Lambertushütte und schnitten die letzten Birnen. Dies ist jedoch nicht mit mangelnder Arbeistmoral zu erklären, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass viele am morgigen Freitag arbeiten oder in die Schule mussten.
Letztendlich war es dann aber doch geschafft und diese Maubichfestvorbereitung mitten in den Kirmesvorbreitungen erfolgreich beendet.























