Berichte und Neuigkeiten
Probenwochenende 2018
Zum Einstimmen und zur Vorbereitung auf die anstehenden Kirmes Feierlichkeiten übte auch in diesem Jahr das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen einige Wochen vorher noch einmal Ihre Märsche und das Marschieren ein. Dazu traf man sich in diesem Jahr vom 18.08.-19.08.2018 in der Burg Lantershofen, welche uns netter Weise vom Subregens Philip Peters zu Verfügung gestellt wurde. Auch wenn es in den letzten Jahren üblich war, das Dorf in die verschiedensten Jugendherbergen oder Jugendheime zu verlassen, hatte man sich in diesem Jahr dazu entschlossen in der Heimat zu bleiben. Dadurch konnte manch ein Spielmann trotzdem Termine einhalten die leider nicht mehr zu verlegen waren.
Getroffen wurde sich am frühen Samstagmorgen um gemeinsam zu Frühstücken. Im Anschluss erklärte Tambourmajor Nils Henscheid den Plan für das Wochenende. Es sollte an diesem Tag sowohl Registerproben, Gesamtproben, als auch Marschierproben geben. Neben den Proben sollte der Spaß allerdings auch nicht zu kurz kommen. So konnte man in den Pausen die Sporthalle der Burg nutzen und aß gemeinsam zu Mittag und zu Abend. Beim Abendessen nutzen auch ein paar Mitglieder der Junggesellen die Chance und stießen zur Gruppe hinzu. Gemeinsam verbrachte man einige schöne Stunden.
So manch ein Bürger hat sich zu späterer Stunde gewundert, denn man brach mit den Anwesenden und Ihren Instrumenten zu einem „Festzug“ durch das Dorf auf. Dabei zog man sowohl durch den Dorfkern, als auch durch das Neubaugebiet und konnte sein Können unter Beweis stellen. Das Tambourcorps kehrte schließlich in die Burg zurück, um dort den Abend ausklingen zu lassen.
Am Sonntag traf man sich dann schon wieder früh zum gemeinschaftlichen Frühstück, um noch einmal gestärkt in die Proben einzusteigen. Man nutze diesen Tag speziell für Gesamtproben und Marschierproben. Am Nachmittag räumte man dann schließlich auf und beendete das Probenwochenende.
Für alle war es ein großer Spaß und sie sind schon voller Vorfreude auf die kommenden Wochen.
Birnenpflücken und -schneiden
Traditionell trafen sich die Junggesellen auch im Jahr 2018 zum Birnenpflücken. Je nach Sommer liegt die Erntezeit im August/September.
Jedes Jahr ist der Maubichkuchen ein großes Highlight am Maubichfest, doch ohne die Vorarbeit der Junggesellen und der Brötchesmädchen wäre dies nicht möglich. Beim Pflücken bekamen wir dieses Jahr spontan eine kleine Unterstützung von den „professionellen“ Apfel- und Birnenpflückern. Mit einer Scherenbühne bekam man in kurzer Zeit sehr viele Birnen zusammen. Natürlich legten wir auch selbst Hand an.
Zum Gelingen eines leckeren Maubichkuchens ist viel Arbeit im Vorfeld notwendig. Foto: JSG Lantershofen
Nachdem man einige Bäume abgearbeitet und reichlich Birnen gesammelt hat, begab man sich zur Lambertushütte, um dort mit den Brötchesmädchen die zahlreichen Birnen zu schälen. Schälen ist hier jedoch nicht wortwörtlich gemeint, denn die Birnen werden lediglich von ihrem Kerngehäuse befreit und anschließend geachtelt. Nun lässt man sie bis kurz vorm Maubichfest trocken, bis sie dann zum traditionellen Maubichkuchen von der Bäckerei Valder weiterverarbeitet werden.
Hochzeit Marco Schmidt
Am Samstag den 11.08.18 überreichte der Vorstand Marco Schmidt, der durch seine Heirat mit Nadine Schlüter aus den Reihen der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen ausgeschieden war, einen Erinnerungszinnteller für seine Junggesellenzeit. Die Braut erhielt aus den Händen der Majestät Benedikt Fabritius ein Blumenangebinde. Ebenfalls zu Ehren des Brautpaares fand ein Fändelschwenken statt und das Tambourcorps der Gesellschaft spielte ein Ständchen.
Das Tambourcorps spielt zu Ehren des Brautpaares. Foto: Robin Grießel
Gemeinsames Gruppenbild mit dem Brautpaar. Foto: Robin Grießel
Der Bräutigam war seit dem Jahr 2001 Mitglied der Gesellschaft gewesen und gehörte dem Tambourcorps an. Außerdem war er von 2001 bis 2006 Tragfahnenbegleiter, 2011/2012 König und von 2013 bis 2014 Tambourmajor unserer Gesellschaft.
Die Gesellschaft wünscht dem Brautpaar alles Gute, viele gemeinsame, glückliche Jahre und hofft, dass sie unserem Heimatort noch lange erhalten bleiben!
Kult-Spezialität präsentiert von Junggesellen und Brötchesmädchen
Seit der sogenannten napoleonischen Zeit, als man in hiesigen Gefilden den Obstanbau propagierte, finden sich rund um Lantershofen zahlreiche Obstbäume, von denen überwiegend Birnen geerntet wurden. Ob auf Wiesen, Feldfluren oder in Gärten – nahezu überall waren Obst und Birnen präsent. Dies ist in Lantershofen, wenn auch in zumeist anderer Form, bis heute der Fall. Hier sei beispielsweise der Birnensortengarten am Birnenrundwanderweg oder die landwirtschaftlichen Obstplantagen außerhalb des Dorfes genannt. In früheren Zeiten verarbeitete man den oftmals reichhaltigen Obstertrag nicht nur in der Küche, sondern auch in den Lantershofener Brennereien und für das kultige „Lantesche Birnen-Nationalgebäck“: Den Maubich.
Das seit Generationen von ganz wenigen Lantershofener Hausfrauen und von der Junggesellen-Schüt- zengesellschaft „St. Lambertus“ streng gehütete Rezept reicht in Sachen Geheimhaltung locker an die ominöse Mixtur von „Coca Cola“ heran. Nur so viel ist klar: Die notwendigen Birnen werden von den Junggesellen in Eigenregie gesammelt, getrocknet und geviertelt. Hieraus entsteht, versehen mit verschiedenen Gewürzen, eine dunkle Fruchtmasse, die sich in Verbindung mit einem Hefeteigboden zum Maubichkuchen vereint. Da heute keines der historischen Lantershofener-Backhäuser („Backes“) mehr existiert, werden die Kuchen bei Bäckermeister Eberhard Valder im Nachbarort Karweiler ausgebacken. Um eben jenen Maubich gebührend zu zelebrieren, veranstalten die Lantershofener Junggesellen seit fast einem halben Jahrhundert das Maubichfest.
Schützenkönig Benedikt Fabritius freut sich über den leckeren Maubichkuchen, den die Brötchesmädchen an die Gäste des Maubichfestes ausgeben. Foto: Dirk Unschuld
Gut versorgt konnten sich die Gäste am Imbissstand fühlen, den die Junggesellen-Schützen mit eigenem Personal erfolgreich betreiben konnten. Foto: Dirk Unschuld
Eigentlich rund um den Winzerverein stattfindend, war jetzt zum zweiten Mal die mitten im Dorf gelegene alte Schule Schauplatz des Traditionsfestes. Im vergangenen Jahr war man wegen der Renovierungsarbeiten am Winzerverein an die alte Schule „umgezogen“. Das kam bei den Gästen bestens an und so fiel den Junggesellen die Entscheidung, erneut diese „Location“ zu nutzen, nicht schwer. Auch im kommenden Jahr soll es, so möglich, den Maubich wieder an der alten Schule geben. Kein Wunder, hat doch der dortige „Biergarten“ seinen ganz eigenen, urigen Charme. Los ging das Maubichfest Samstagabends mit dem obligatorischen Sibbeschröm-Turnier, das Matthias Schopp für sich entscheiden konnte. Sonntags lockten dann Frühschoppen und herzhafter Mittagstisch mit Spießbraten und Würstchen, bevor um Punkt 14 Uhr endlich der von den Gästen bereits sehnsüchtig erwartete Maubich von den Brötchesmädchen verausgabt wurde. Ob ein Stück direkt vor Ort oder ein ganzes Exemplar für Zuhause – die 85 Maubichkuchen waren innerhalb weniger Minuten restlos ausverkauft. Neben zahlreichen Besuchern aus Lantershofen und den umliegenden Orten fanden auch Wanderer, Radfahrer und die befreundeten Junggesellenvereine aus Oeverich und Ahrweiler den Weg zum Maubichfest. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren die verschiedenen Kaltgetränke überaus beliebt. Das galt auch für den passend zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland angebotenen Cocktail „Moscow Mule“. Die kleinen Gäste ließen es sich währenddessen auf der großen Hüpfburg gut gehen .Mit gemütlichem Beisammensein und der Übertragung des WM-Finales zwischen Frankreich und Kroatien endete ein erneut erfolgreiches Maubichfest.
Hochzeit Stefan Simons
Am Samstag den 02.06.18 überreichte der Vorstand Stefan Simons, der durch seine Heirat mit Antje Grellmann aus den Reihen der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen ausgeschieden war, einen Erinnerungszinnteller für seine Junggesellenzeit. Die Braut erhielt aus den Händen der Majestät Benedikt Fabritius ein Blumenangebinde. Ebenfalls zu Ehren des Brautpaares fand ein Fändelschwenken statt und das Tambourcorps der Gesellschaft spielte ein Ständchen.
Gemeinsames Gruppenbild mit dem Brautpaar. Foto: Cathy Kohlenberg
Gemeinsames Spaßbild mit dem Brautpaar. Foto: Cathy Kohlenberg
Der Bräutigam war seit dem Jahr 2005 Mitglied der Gesellschaft gewesen und gehörte zunächst dem Tambourcorps an. Seit 2012 gehörte er bis zuletzt der Infanteriegruppe an.
Die Gesellschaft wünscht dem Brautpaar alles Gute, viele gemeinsame, glückliche Jahre und hofft, dass sie unserem Heimatort noch lange erhalten bleiben!
Zu Gast bei unseren Ahrweiler Schützenbrüdern
Am Wochenende des Dreifaltigkeitssonntages startete nicht nur für die Ahrweiler Schützengesellschaften, sondern auch für den Vorstand der Junggesellen Schützen aus Lantershofen die Ahrweiler Festwoche. Bereits am Samstag traf man sich ausnahmsweise schon morgens, um für die scheidenden Majestät Vitus Appel unser Zelt aufzubauen. Am Abend traf man sich bei nicht weniger hohen Temperaturen als am morgen an Scholl´s Eck. Gemeinsam mit auserwählten Mitgliedern des Vereins ging es über den Berg hinab ins Tale, um vor Beginn des Großen Zapfenstreich auf dem Markt noch eine feuchte Stärkung zu sich zu nehmen. Im Anschluss lauschte man gut gestärkt dem Großen Zapfenstreich, welcher zu Ehren der scheidenden Majestäten Vitus Appel und Willi Busch auf dem Marktplatz zelebriert wurde. Im Anschluss daran ging es nach Walporzheim, um auf dem Abschiedsabend von Vitus Appel schöne Stunden zu verbringen.
Am nächsten Morgen ging es bereits früh wieder los, da unser Zelt auch noch abgebaut werden musste. Nach kurzer Stärkung eilten alle nach Hause, damit man kurze Zeit später wieder gestriegelt und gebügelt parat stand, um gemeinsam in die Quarzkaul zu schreiten. Nach dem Eintreffen der beiden Gesellschaften begann kurz darauf ein spannendes wie auch vielseitiges Rennen um die Königswürde. Nach den zahlreichen Ehrenschüssen, bei dem unsere Majestät Benedikt Fabritius die Birne des Vogels zerbersten ließ, ging es dann Schlag auf Schlag weiter und der Vogel der Bürgerschützen fiel. Das gebannte Warten außerhalb des Zeltes war kaum auszuhalten. Dann die Überraschung: Peter Diewald wurde hinausgetragen. Ein Kandidat mit dem niemand rechnete. Bereits während der Glückwünsche unseres Vorstandes gab es draußen einen Aufschrei, denn der Königsvogel der Ahrweiler Junggesellen war ebenfalls gefallen. Lars Angsten wurde auf den Schultern der beiden Fähnrichsbegleiter nach draußen getragen. Von den Emotionen losgelöst badete er in der Menge aus Gratulanten. Nach der Übergabe der Insignien verzögerte sich der Abmarsch in die Stadt wetterbedingt. Doch der Regen ließ nur die Bürgerschützen nass werden, sodass die Junggesellen vom Sonnenschein durch die Lantershofener geschützt abmarschieren konnten. Dann der emotionale Höhepunkt: Der Einzug durchs Ahrtor zu den Klängen von Tochter Zion. Dieser Einzug ist nicht nur für den Ahrweiler König ein Highlight, sondern auch für alle Teilnehmer des Festzuges. Am Abend dann der historische Höhepunkt des Tages. Der Historische Trinkzug startete und für viele in unseren Reihen war dies eine Premiere, die, vorweggenommen, alle bravourös gemeistert haben. So zog man in drei Reihen bis in die frühen Morgen Stunden durch die Stadt. Es ist schön zu sehen, dass viele Ständchenbetreiber die Lantershofener Schützen bereits an ihren gelben Rosen erkannten.
Die Abordnung aus Lantershofen kurz vor dem Start des Trinkzuges. Foto: JSG Lantershofen
Erstaunlich frische Gesichter nach dem Ende des Trinkzuges. Foto: JSG Lantershofen
Nach einer kurzen Verschnaufpause am Dienstag traf man sich Mittwochabend wieder an Scholl´s Eck, um nach Ahrweiler zu gehen. Nach einer kurzen Stärkung im Marktbrunnen lauschten wir dem Platzkonzert der Junggesellen- und Bürgerschützen. Danach ging es keinesfalls nach Bad Neuenahr, sondern nach Hemessen zum Königsabend seiner Majestät Lars Angsten. Dort verbrachte man mehrere gesellige Stunden bis man im Morgengrauen aufbrach; zurück in die Heimat.
Donnerstagmorgen ging es in der Früh nach Karweiler, um von dort der Fronleichnams Prozession beizuwohnen. Diese begleiteten wir traditionell mit unserer Tragfahne und deren Begleitern. Nach Ende der Prozession, ging der Vorstand zu Onkel Bach, um dort traditionell noch einen schönen Nachmittag zu verbringen. Am Abend ging es wieder nach Ahrweiler zu den Abenden der Zugführer, bei welchen wir diese mit unserer Anwesenheit verschönerten.
Freitagabend wurde zum Ball der Bürgerschützen geladen. An diesem Abend durften auch die Damen mit nach Ahrweiler kommen. Bevor der Ball allerdings anfing, ging es in die Laurentius Kirche und anschließend zur Gefallenenehrung am Ahrtor. Danach marschierten wir mit auf den Marktplatz auf und begutachteten mit gekonntem Blick die Marschier Künste unserer Ahrweiler Schützenbrüder. Im Anschluss daran ging man in das Ahrweiler Bürgerzentrum zum Bürgerball. Dort konnte unter der musikalischen Leistung der Band „De Fruende“ das Tanzbein geschwungen werden. Ein weiteres Highlight des Abends war die Damenrede der Ex-Majestät Willi Busch in der er über seinen „Albtraum“ berichtete. Zum Schluss des Abends ging es zum Wackelzug, um anschließend im Quartier des Fähnrichsglied den Abend ausklingen zu lassen.
Zum Bürgerball waren auch die Damen geladen, sodass das Tanzbein geschwungen werden konnte. Foto: JSG Lantershofen
Hauptmann Johannes Schütz während seiner Rede auf dem Festkommers. Foto: JSG Lantershofen
Auch das gemeinsame Abendessen beim Restaurant LaPerla hat mittlerweile Tradition. Foto: JSG Lantershofen
Samstagmorgen ging es wieder früh aus dem Bett. Der Höhepunkt der Junggesellen stand an. Nachdem man zum Frühstück der Majestät eingeladen war, ging es gemeinsam mit dem Festzug in die Kirche. Dort lauschte man nicht wie üblich der Predigt von Dechant Jörg Meyrer, sondern einer Reihe Junggesellen. Nach einer kurzen Erfrischung ging es wieder runter zum Ahrtor zur Gefallenenehrung. Von dort aus ging es zum Festkommers, welcher wieder im Zelt hinter der Feuerwehr stattfand. Man lauschte dort bei dem ein oder anderen Glas Wein den Reden der Festgäste und auch den Worten unseres Hauptmanns Johannes Schütz, welcher auf die Gemeinsamkeiten und die Freundschaft beider Gesellschaften hinwies. Nach dem Mittagsessen ging es auf den Kirmesplatz, wo wir aber nur kurz verweilten, um von da aus zur Hochzeit unseres langjährigen Vereinsmitgliedes Stefan Simons zu gelangen. Nach einem schnellen Kleidungswechsel ging das Tambourcorps hinunter um das Brautpaar gebührend mit einem Ständchen hochleben zu lassen. Wieder umgezogen und in Ahrweiler angekommen schafften wir es noch zum Abendessen, um von dort aus der Parade der Junggesellen beizuwohnen, welche unsere Majestät und unser Hauptmann mit abnahmen. Danach ging es mit dem Festzug wieder zum Zelt um den Abend gebührend ausklingen zu lassen.
Abschließend nochmal ein Dank an unseren Stammwirt Nunzio und an alle die solch schöne Schützenfesttage möglich gemacht haben.
Lantershofen bereichert Maikirmes in Oeverich
Auch in diesem Jahr folgte eine Abordnung der Lantershofener Junggesellen der Einladung zur Oevericher Maikirmes und traf sich am Abend des 11. Mai, um gemeinsam den Kölsche-Abend zu besuchen. Anfangs war das Team noch sehr schwach und jung besetzt, aber in den späteren Stunden folgten ein paar erfahrenere Meterpokalathleten. Alle waren gewillt den Meterpokal nach Hause zu holen. Trotz fleißiger und trinkfreudiger Jugend musste man sich der starken Konkurrenz aus Bodendorf und Fritzdorf schlussendlich geschlagen geben. Doch dies sorgte keinesfalls für Trübsal, denn die Musik und die laue Mainacht luden zum Verweilen ein.
Das Maikönigspaar mit einem Teil der Spielleute. Foto: JSG Lantershofen
Zur Mittagsstunde des folgenden Sonntags versammelte sich das Tambourcorps. Dies begleitete traditionell den Festumzug durch Niederrich und Oeverich, welcher in diesem Jahr unter einem Dauerregen zu leiden hatte. Dies tat der Stimmung im Tambourcorps und bei den Zuschauern jedoch keinen Abbruch. Nach einem Platzkonzert im Zelt freuten sich die Spielleute auf ein Foto mit dem Maikönigspaar und über ein paar leckere Abschluss Bierchen.
Verregnete Vatertagstour
Am diesjährigen Vatertag bereitete die Fahnengruppe alles für den besonderen Wandertag der Lantershofener Junggesellen-Schützen vor. Man traf sich früh, um alle Organisationen zu erledigen und die Wanderer mit Getränken und Imbiss empfangen zu können. Man erhoffte sich trotz des schlechten Wetters einen sehr amüsanten Tag mit viel Spaß und vielen Junggesellen. Um 11 Uhr trafen sich vereinzelt Junggesellen an der Kirche, um von dort die alljährliche Wanderung zu starten. Da man dieses Jahr nicht auf die übliche Junggesellenwiese, welche noch nicht gemäht wurde, zugreifen konnte, entschied man sich für die darunter liegende Wiese.
Als die ersten erschöpften Wanderer das Ziel erreichten, war der Grill längst auf Hochtouren und das Grillen konnte sofort beginnen. Für die kühle Erfrischung war ebenfalls reichlich gesorgt. Des Weiteren war schon das klassische Pöhlspiel“ vorbereitet, doch dazu kam es leider an diesem Tag nicht mehr.
Da sich leider das Wetter immer weiter zuzog und nur eine Hand voll Junggesellen anwesend waren, entschied man sich die Sachen einzupacken und zur Lambertushütte zu wandern. Als man am zweiten Ziel ankam, erschienen noch weitere Kameraden und gesellten sich dazu. Man saß nun in einer kleinen, aber lustigen Runde auf Campingstühlen zusammen und genoss trotz des verregneten Tages die Vatertagstour 2018. Durch ein neues Gesellschaftsspiel, das sogenannte „Rage Cage“, konnte man die Mannen noch sehr lange bei Laune halten.
Gegen Abend platzierte man ein Lagerfeuer auf dem Vorplatz und ließ entspannt den restlichen Tag ausklingen.
Zusammenfassend kann man auf einen rundum gelungenen Ausflug zurückblicken und hofft auf besseres Wetter und mehr Beteiligung im nächsten Jahr.
Lantershofener JSG mit Änderungen im Ablauf der Maifeierlichkeiten
– Dorfmaibaum soll in Zukunft nach Möglichkeit wieder mit Micken gestellt werden –
Am vergangenen Montag, den 30. April 2018, fand die Jahreshauptversammlung der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen statt. Diese wurde die letzten drei Jahre in der Lambertushütte abgehalten, sollte dieses Jahr wieder im Keller des Winzervereins stattfinden, konnte aber auf Grund des Ausfalls der Maifeierlichkeiten des Dorfes in die Räumlichkeiten der Gaststätte verlegt werden.
Eine weitere Änderung gab es bereits am Samstag zuvor, als der Dorfmaibaum nicht wie die Jahre zuvor mit Muskelkraft, sondern mit der Hilfe eines Krans aufgestellt wurde. Nach dem tragischen Unfall in Nierendorf hatte sich der Vorstand in einer geheimen Wahl zu diesem Schritt entschlossen. Bevor der Kranfahrer den Baum stellen konnte, musste jedoch noch einiges an Arbeit getan werden. Bereits am Donnerstag wurde der etwa 20 Meter lange Fichtenstamm aus dem Waldgrundstück von Otto Krämer abgeholt und an den Dorfrand transportiert. Otto Krämer stiftete uns somit neben der Spitze in diesem Jahr auch den Stamm, da die Gemeinde Grafschaft den Ortsteilen in diesem Jahr keine Stämme zur Verfügung stellte. Am Samstag wurde der Stamm dann zur Lambertuskirche gefahren, die Spitze geschlagen, am Stamm montiert und von den Brötchesmädchen geschmückt. Außerdem wurde mit einem Trauerflor, einer Gedenkschleife am Baum und nach dem Stellen in einer Schweigeminute dem Verunglückten aus Nierendorf gedacht. Im Anschluss bedankte sich die Bürgervereinigung Lantershofen bei den Junggesellen für deren tatkräftigen Einsatz mit Bier und Fleischwurstbrötchen.
Auch das am 30. April stattfindende Maianspielen und -ansingen wurde in Folge des tragischen Unfalls ausfallen gelassen und so zog das Tambourcorps mit Musik zur Majestät Benedikt Fabritius um diese abzuholen und – nach einem kurzen Umtrunk – zur Generalversammlung zu geleiten. Diese wurde um 20:21 Uhr durch Junggesellen-Hauptmann Johannes Schütz eröffnet, welcher die zahlreich erschienenen Gesellschaftsmitglieder begrüßte. Man gedachte zunächst gemeinsam in einer Schweigeminute aller im Laufe der Geschichte verstorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden. Darauf folgte die Aufnahme neuer Mitglieder in die Gesellschaft. In diesem Jahr konnte Jan van Weenen als neuer Junggeselle für den Verein gewonnen werden. Im Anschluss wurde die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt, da mit der Anwesenheit von 41 der 54 aktiven Vereinsmitglieder das von der Satzung geforderte Quorum von 50 % ohne Probleme erreicht war. Bevor Schriftführer Tim Ley und Kassierer Clemens Queckenberg das zurückliegende Vereinsjahr in Form eines Geschäfts- und eines Kassenberichtes nochmals zusammenfassten wurde ein offener Meinungsaustausch über die Art und Weise des Maibaumstellens geführt. Im Anschluss an diese wurde dann von der Gesellschaft über das Zukünftige Verfahren eine Abstimmung geführt, welche zum Ergebnis hatte, dass in Zukunft der Dorfmaibaum weiterhin per Hand gestellt werden soll, aber der Baum in Größe und Dicke eine maximale Obergrenze nicht überschreiten soll. Dies ist jedoch nur ein Meinungsbild, da die jährliche Entscheidung durch den amtierenden Vorstand und den Hauptmann den Umständen entsprechend gefällt wird. Für die Kassenprüfer Matthias Schopp und Stefan Dünker sprach letzterer und bescheinigte dem Vorstand eine korrekte Buchführung. Er bestätigte den satzungskonformen und sorgsamen Umgang mit den Mitteln der Gesellschaft und stellte fest, dass die finanzielle Lage des Vereins nach wie vor grundsolide ist. Der von den Kassenprüfern empfohlenen Entlastung des Vorstands entsprach die Mitgliederversammlung einstimmig.
Auf dem Waldgrundstück von Otto Krämer wurde der Stamm mit Hilfe von Reinhold Harst geholt. Foto: Robin Grießel
Der Kran der Firma Floßdorf übernahm den sonst schweißtreibenden Part des Stellens. Foto: Johannes Schütz
Der Entlastung folgte die Neuwahl. Bei den Lantershofener Junggesellen stehen jedes Jahr alle Ämter zur Wahl. Eingeleitet wurden die Wahlen durch die von Schützenkönig Benedikt Fabritius geleitete Neuwahl des Hauptmanns. Die Gesellschaft bestätigte per Akklamation einstimmig den bisherigen Posteninhaber, Johannes Schütz, in seinem Amt als Vorsitzender der Gesellschaft. Dieser übernahm damit auch die weitere Leitung der Versammlung. Als nächstes stand der Posten des 1. Offiziers und stellvertretenden Vorsitzenden zur Wahl. Der bisherige Amtsinhaber, Justin Waldecker, verzichtete auf eine erneute Kandidatur und schied somit aus dem Vorstand aus. Waldecker war seit der ordentlichen Generalversammlung im April 2017 stellvertretender Vorsitzender gewesen, zuvor hatte er von August 2015 bis zur Mainacht 2016 das Amt des Tragfähnrichs und von 2016 bis 2017 das Amt des 2. Offiziers innegehabt. Um seine Nachfolge bewarb sich der bisherige Schriftführer der Gesellschaft, Tim Ley, und wurde ohne Gegenkandidaten einstimmig per Akklamation von den Mitgliedern gewählt. Zur ersten geheimen Wahl des Abends kam es bei der Postenbesetzung des 2. Offiziers. Darauf bewarben sich Amtsinhaber Christian Herz, Tambourcorpsmitglied Andreas Franzen und Tambourcorpsmitglied Leon Schneider. Franzen konnte die Wahl deutlich mit 28 Stimmen für sich entscheiden. Der neue 2. Offizier ist 20 Jahre alt und wohnt in der Barbarastraße. Er ist seit der ordentlichen Generalversammlung 2015 Mitglied der Gesellschaft und nahm an der vergangenen Kirmes als Trommler im Tambourcorps teil. Er beginnt im August seine Ausbildung zum Rettungssanitäter. Auch bei der Neubesetzung des Amtes des Tragfähnrichs musste geheim gewählt werden. Amtsinhaber Maurice Ley trat nach einem Jahr als Kassierer und einem Jahr als Fähnrich der Tragfahne nicht erneut für den Vorstand an. Um seine Nachfolge konkurrierten der bisherige 1. Offizier, Justin Waldecker, der bisherige Begleiter der Schwenkfahne Julian Schmitz und Tambourcorpsmitglied Leon Schneider. Schmitz konnte die Wahl mit 25 Stimmen für sich entscheiden. Der neue Tragfähnrich ist 20 Jahre alt, wohnt in der Barbarastraße und seit der Mainacht 2015 Mitglied der Gesellschaft. Er übte das Amt des Schwenkfahnenbegleiters aus und absolviert zurzeit eine Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik. Bei der Wahl zum Fähnrich der Schwenkfahne stellte sich nur Amtsinhaber Markus Fabritius zur Wahl, welcher per Akklamation einstimmig im Amt bestätigt wurde. Ebenso verlief es beim Amt des Tambourmajors, in welchem der bisherige Posteninhaber, Nils Henscheid, in offener Abstimmung ohne Gegenkandidaten einstimmig bestätigt wurde. Der bisherige Schriftführeramtes Tim Ley kandidierte durch seine Wahl zum 1. Offizier nicht erneut. Zu seinem Nachfolger wählte die Mitgliederversammlung per Akklamation ohne Gegenkandidaten Leon Schneider. Der neue Schriftführer ist 20 Jahre alt und seit 2015 Mitglied der Gesellschaft, jedoch bereits seit Jahren aktives Mitglied des Tambourcorps. Schneider wohnt in der Karweilerstraße und absolviert zurzeit eine Ausbildung zum Altenpfleger. Zum Abschluss der Vorstandswahlen erfolgte die Neubesetzung des Kassierers. Amtsinhaber Clemens Queckenberg kandidierte auf Grund eines Auslandsaufenthaltes nicht erneut als Kassierer und schied somit nach nur einjähriger Vorstandszeit aus diesem aus. Um seine Nachfolge bewarb sich der bisherige 2. Offizier Christian Herz. Dieser wurde ohne Gegenkandidat per Akklamation gewählt.
Allen aus dem Vorstand ausgeschiedenen Vereinsmitgliedern wurde für ihre bisherige Arbeit herzlich gedankt.
Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.l.n.r.): Major Nils Henscheid, Majestät Benedikt Fabritius, 1. Offizier Tim Ley, Schwenkfähnrich Markus Fabritius, Kassierer Christian Herz, Hauptmann Johannes Schütz, Tragfähnrich Julian Schmitz, 2. Offizier Andreas Franzen und Schriftführer Leon Schneider. Foto: Maurice Ley
Neben den Vorstandsposten wählte die Gesellschaft auch die Ämter der Fahnenbegleiter und der Kassenprüfer neu. Zu Begleitern der Tragfahne wurden der ehemalige Fähnrich der Schwenkfahne und amtierender Begleiter Matthias Schopp und der ehemalige Fähnrich der Tragfahne Maurice Ley gewählt. Die Begleitung der Schwenkfahne übernehmen im kommenden Geschäftsjahr der bisherige Begleiter Joel Waldecker und der ehemalige 1. Offizier und Tragfähnrich Justin Waldecker. Als Kassenprüfer bestimmten die Vereinsmitglieder den ehemaligen Offizier, Hauptmann und König Robin Grießel sowie Amtsinhaber und ehemaligen Fähnrich der Schwenkfahne Matthias Schopp. Diese hatten sich in geheimer Abstimmung gegen den bisherigen Kassenprüfer und ehemaligen Fähnrich der Tragfahne und 1. Offizier Stefan Dünker sowie dem ehemaligen Schriftführer, Fähnrich der Tragfahne und König Benedikt Queckenberg durchgesetzt.
Unter dem abschließenden Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ wurden abschließend eine Reihe vereinsinterner Angelegenheiten teils kontrovers diskutiert und Anliegen von Seiten der Mitglieder an den neuen Vorstand herangetragen. Nach dem gemeinsamen Singen der Vereinshymne „Kommt alle froh zu ehren“ entließ Hauptmann Johannes Schütz die Vereinsmitglieder um 00:30 Uhr nach einer diskussionsreichen Generalversammlung in die Mainacht.
Einladung zur ordentlichen Generalversammlung
Liebe Junggesellen,
zu der diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung möchte ich Euch hiermit herzlich einladen. Die Versammlung findet am Sonntag, den 30.04.2018 um 20 Uhr, im Winzervereinskeller in der Winzerstraße in Lantershofen statt.
Tagesordnung:
- Gefallenenehrung
- Neuaufnahmen
- Feststellen der Beschlussfähigkeit
- Bericht des Schriftführers Tim Ley
- Bericht des Kassierers Clemens Queckenberg
- Bericht der Kassenprüfer Stefan Dünker und Matthias Schopp
- Entlastung des Vorstands
- Neuwahl des Vorstands
- Neuwahl der Fähnrichsbegleiter
- Neuwahl der Kassenprüfer
- Verschiedenes
Anträge zur Änderung der Tagesordnung sind spätestens drei Tage vor der Versammlung schriftlich bei Hauptmann Johannes Schütz einzureichen.
Erscheint bitte möglichst pünktlich, damit die Versammlung einen zügigen Verlauf nehmen kann.
In der Hoffnung auf eine gesellige und gutbesuchte Versammlung wünschen wir uns und Euch viel Spaß und gutes Wetter in der Mainacht.
Mit Junggesellengruß
Johannes Schütz
-Hauptmann-