Vorstand folgte der Einladung der Bürgerschützen

Von |2018-08-24T15:15:11+00:0017. Januar 2009|2009, Ahrweiler, Bericht|

Am Samstag, den 17.01.2009, fand in Ahrweiler wieder das alljährliche Patronatsfest der St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft zu Ehren des heiligen Sebastianus statt.
Wie jedes Jahr waren als Gäste auch der Vorstand und die Königsbegleiter der Junggesellenschützengesellschaft St. Lambertus Lantershofen geladen, da sie traditionell eng mit der Schützenstadt Ahrweiler verbundenen sind. Nachdem im vergangenen Jahr der Termin des Patronatsfestes und der, der lantershofener Kappensitzung, bedingt durch den frühen Karneval, auf den gleichen Termin gefallen waren und daher die Mehrheit des Vorstandes nicht am Patronatsfest teilnehmen konnte, trat man dieses Jahr beinahe vollzählig an.
Lediglich der Tambourmajor und einer der Königsbegleiter ließen sich im Vorfeld aufgrund privater Termine entschuldigen.

Hauptmann der Junggsellenschützen aus Ahrweiler, Peter Ropertz, hält seine Rede auf dem Patronatsfest. Foto: JSG Ahrweiler

Hauptmann der Junggsellenschützen aus Ahrweiler, Peter Ropertz, hält seine Rede auf dem Patronatsfest. Foto: JSG Lantershofen

Durch die an ihren schwarzen Anzügen befestigten gelben Rosen gut zu erkennen, fuhren die Übrigen gegen 18:00 Uhr von Lantershofen aus nach Ahrweiler. Nach einer ’schnellen Runde‘ Bier, die von einem der noch vom Ahrweiler Schützenfest ausstehenden ‚Schröm‘ bezahlt wurde, nahmen die Lantershofener an der Messe zu Ehren des Schützenpatrons St. Sebastianus in der Ahrweiler Kirche von der Empore aus teil. Von dort aus konnte man dann auch den traditionellen ‘Opfergang‘ der Ahrweiler Schützen beobachten, bei dem sich diese vor der Wandlung im Mittelgang einreihen, um eine großzügige Spende in der Kirche zu erbringen. Dieser mag für Außenstehende seltsam anmuten, hat aber zu diesem Fest in Ahrweiler bereits eine lange Tradition.

Majestät Thomas Hergarten (li.) und Hauptmann Andreas Althammer (re.) stoßen gemeinsam an. Foto: JSG Lantershofen

Majestät Thomas Hergarten (li.) und Hauptmann Andreas Althammer (re.) stoßen gemeinsam an. Foto: JSG Lantershofen

Nach der heiligen Messe begab man sich dann gemeinsam mit den Ahrweiler Schützen in das gegenüber der Kirche liegende Bürgerzentrum, in dem zeitnah das Abendprogramm fortgesetzt wurde. Den Gästen aus Lantershofen wurden die Plätze neben ihrer Brudergesellschaft, der Ahrweiler Junggesellenschützengesellschaft zugewiesen. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Ahrweiler Bürgerschützen Hauptmann Wilhelm Busch. Darauf folgten die Neuaufnahmen, welche sich, am auf der Bühne stehenden Vorstandstisch, in das Mitgliederbuch(auch bekannt als ’Seelenbuch‘)  der mehr als 600 Mann starken Bürgerschützengesellschaft eintragen durften. Bei einigen Gläsern des Ahrweiler Schützentrunks aus den gesellschaftseigenen Weinbergen und den beliebten dick belegten Brötchen, hörten die Anwesenden unter anderem die Reden der Hauptleute der Ahrweiler Schützengesellschaften, des Bürgerschützenkönigs, des Pastors und des ChronistenZwischen den Reden wurde durch ein auf der Empore sitzendes Blasorchester zur Freude der Anwesenden, für die musikalische Untermalung gesorgt. Ablauf und Rahmen des Abends sind in Lantershofen am ehesten mit dem Festkommers an Kirmes vergleichbar. Der offizielle Teil fand kurz nach 23:00 Uhr sein Ende, was jedoch noch lange nicht das Ende des Abends bedeutete. Der Vorstand der Ahrweiler begann seine Runde durch die Gemeinschaft der Anwesenden zu drehen, um mit ihnen anzustoßen und ihnen für das zahlreiche Erscheinen zu danken. Auch die vorher noch nach ihrer Gliedzugehörigkeit geordnet sitzenden Bürgerschützen begannen sich nun zu durchmischen und es wurde ‚kreuz und quer‘ über Gott und die Welt geredet.

So zog sich der Verlauf des geselligen Abends bis in die späte Nacht hinein und erst um 3:30 Uhr verließen die letzten Gäste den Saal. Auch einige der Lantershofener, welche bis zum Schluss geblieben waren befanden sich unter diesen und kehrten noch zum Abschluss in eine der Ahrweiler Gaststätten ein um entgegen dem bekannten Rat aus dem Volksmund auf den Wein noch ein Bier zu trinken.